Wasserhärte in Bellenberg

PLZ 89287 · Neu-Ulm, Bayern

16,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH

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Praktische Tipps bei 16,8 °dH

Spülmaschine

Bei 16,8 °dH in Bellenberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bellenberg liegt mit 16,8 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Bellenberg
16,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bellenberg liegt mit 16,8 °dH 2,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bellenberg
16,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Vöhringen, St 17,5 °dH hart
Illerrieden 17,9 °dH hart
Auwald 16,8 °dH hart
Illertissen, St 13 °dH mittel
Dietenheim 18,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bellenberg

Bellenberg liegt beim Wasserhärtewert deutlich über dem bayerischen Durchschnitt und auch oft über den Werten vieler Nachbarorte im unteren Illertal. Mit 16,8 °dH zeigt das Trinkwasser hier die Handschrift des württembergisch-bayerischen Alpenvorlands: kalkreiche Schichten aus Molasse, eiszeitliche Schotter und Grundwasser aus dem Illertal prägen die Mineralisierung. Die Nähe zur Iller ist dabei wichtig, denn der Fluss und seine Kieskörper wirken als Speicher für Grundwasser, das auf seinem Weg durch kalkhaltige Sedimente viel Calcium und Magnesium aufnimmt. Deshalb fällt das Wasser in Bellenberg härter aus als in Regionen mit weichen Quellwässern aus dem Bayerischen Wald oder aus höheren Mittelgebirgen. Der Unterschied zum bayerischen Landesbild ist klar: Während viele Alpenrand- und Voralpenorte stark von Quellfassungen oder Mischwasser mit weicherem Rohwasser profitieren, kommt hier ein mineralreicheres, tieferes Grundwasser zum Tragen. Das Trinkwasser stammt aus dem regionalen Netz des Wasserwerks, das Bellenberg über die kommunale Versorgung im Landkreis Neu-Ulm bedient. Maßgeblich sind Grundwasserbrunnen im Illertal und in den benachbarten Gewinnungsbereichen, aus denen das Wasser gefördert, aufbereitet und ins Ortsnetz eingespeist wird. Die Versorgung läuft über die örtlich zuständige Gemeinde- und Verbundstruktur, die im Raum Vöhringen, Illertissen und Bellenberg an die Grundwasserreserven der Talniederung angebunden ist. Talsperren spielen hier keine Rolle, auch keine Fernleitungen aus alpinen Speicheranlagen. Entscheidend sind die lokalen Brunnenfelder, deren Wasser aus den Schotter- und Kieskörpern der Iller stammt und deshalb den charakteristischen Härtegrad mitbringt. Diese Herkunft unterscheidet Bellenberg auch von Orten am Rand der Schwäbischen Alb oder aus Oberbayern, wo teils andere Gesteinsfolgen und Quelllagen für abweichende Werte sorgen. Der Vergleich mit den Nachbarn zeigt das Bild eines typischen Illertal-Ortes mit festem, kalkbetontem Wasserprofil. Richtung Illertissen, Vöhringen und Senden bewegen sich die Werte häufig ebenfalls im harten Bereich, weil dieselben geologischen Strukturen den Untergrund bestimmen. Weiter weg, etwa in Teilen des Allgäus oder in Moor- und Quellgebieten, liegt die Härte oft spürbar niedriger. Bellenberg steht damit genau an der Schnittstelle zwischen den wasserreichen Talgrundwässern der Iller und den kalkreichen Ablagerungen des Alpenvorlands. Der Ort bekommt sein Trinkwasser nicht aus einer fernen Großanlage, sondern aus der eigenen Landschaft. Das ist der eigentliche Grund für die 16,8 °dH: nicht Zufall, sondern Geologie, Talgrundwasser und die regionale Förderstruktur im Landkreis Neu-Ulm.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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