Wasserhärte in Illerrieden

PLZ 89186 · Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg

17,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

SWU Energie GmbH

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Praktische Tipps bei 17,9 °dH

Spülmaschine

Bei 17,9 °dH in Illerrieden: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Illerrieden liegt mit 17,9 °dH 2 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Illerrieden
17,9
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Illerrieden liegt mit 17,9 °dH 3,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Illerrieden
17,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Vöhringen, St 17,5 °dH hart
Bellenberg 16,8 °dH hart
Schnürpflingen 21 °dH hart
Auwald 16,8 °dH hart
Senden, St 19,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Illerrieden

Der Alb-Donau-Kreis sitzt auf einem geologischen Unterbau, der Wasser hart macht: mächtige Kalk- und Mergelschichten der Schwäbischen Alb, dazwischen verkarstete Bereiche mit viel gelöstem Calcium und Magnesium. Aus dem Regen, der auf den Jurakalk fällt, wird auf dem langen Weg durch Klüfte und Gestein Mineralwasser im natürlichen Sinn. Auch die Riss- und Schotterkörper des Donautals und die eiszeitlich geprägten Ablagerungen im Vorland tragen ihren Teil dazu bei, weil sie Grundwasser führen, das auf seinem Weg durch karbonathaltige Sedimente weiter aufgeladen wird. Nördlich und südlich von Illerrieden treffen damit zwei prägende Landschaften aufeinander: das kalkreiche Albvorland und das Tal der Iller mit seinen grundwasserführenden Schottern. Der Härtewert von 17,9 °dH passt genau in dieses Bild eines Ortes, der nicht von weichem Schwarzwaldwasser, sondern von mineralreichem Grundwasser geprägt ist. Illerrieden bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz der Gemeinde und des zuständigen regionalen Versorgers, gespeist aus lokalen und überörtlichen Grundwasserfassungen im Illertal und im Umland des Alb-Donau-Kreises. Die Versorgung läuft über Tiefbrunnen und Quellen, nicht über eine Talsperre. Charakteristisch ist damit die Nähe zu den wasserreichen Schotterkörpern des Illertals, während weiter oben auf der Alb oft noch stärker mineralisierte Karstwässer anstehen. Der Ort liegt damit an einer Schnittstelle: Wasser aus dem Tal ist verfügbar, aber die Geologie des Vorlands und der Alb bleibt im Geschmack und in der Härte spürbar. Zuständig ist die SWU Energie GmbH als regionaler Wasserversorger mit den Netzen in der Umgebung und den angeschlossenen Gewinnungsanlagen im weiteren Versorgungsgebiet. Gegenüber vielen Orten in Baden-Württemberg steht Illerrieden damit deutlich auf der harten Seite. Im Schwarzwald oder auf granitischen und sandsteinreichen Standorten sind Werte oft niedriger, weil dort deutlich weniger Kalk gelöst wird. Im Alb-Donau-Kreis dagegen sind hohe Härten keine Ausnahme, sondern Ausdruck des Untergrunds. Auch Nachbarorte im Illertal und auf der Hochfläche teilen diese Tendenz, doch Illerrieden liegt mit 17,9 °dH klar im Bereich, in dem das karbonatreiche Grundwasser des Jura und der Schotterkörper des Tals zusammenwirken. Der Ort zeigt damit sehr direkt, wie eng die Trinkwasserqualität an die Landschaft gebunden bleibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: SWU Energie GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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