Wasserhärte in Bendorf

PLZ 25557 · Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein

14,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Mittleres Störgebiet

Website

Praktische Tipps bei 14,2 °dH

Spülmaschine

Bei 14,2 °dH in Bendorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Bendorf liegt mit 14,2 °dH genau im Durchschnitt (13,9 °dH).

Bendorf
14,2
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Bendorf liegt mit 14,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bendorf
14,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Thaden 9,8 °dH mittel
Bornholt 14,2 °dH hart
Besdorf 9,8 °dH mittel
Aasbüttel 9,8 °dH mittel
Bokhorst 10,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Bendorf

Das Trinkwasser in Bendorf kommt aus dem Netz des Wasserbeschaffungsverbands Mittelholstein, der im Kreis Rendsburg-Eckernförde seine eigene Grundwassergewinnung über tiefe Brunnen in den sandigen Niederungen zwischen Nortorf, Fockbek und der Rendsburger Geest betreibt. Gefasst wird dort Wasser aus quartären Sand- und Kieslagen, die nach der Eiszeit im Schleswig-Holsteinischen Geestrücken abgelagert wurden. Diese Schichten liegen auf kalkhaltigem Geschiebemergel und nehmen auf dem Weg ins Grundwasser Mineralien auf, vor allem Calcium und Magnesium. Genau daraus entsteht der Härtewert von 14,2 °dH. Das Wasser wird vor der Abgabe aufbereitet, belüftet und in die Leitungen rund um Bendorf eingespeist. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle, entscheidend sind die lokalen Brunnenfelder und das Grundwasser aus dem Einzugsgebiet der Eider und ihrer Nebengewässer. Bendorf liegt auf einem Teil des östlichen Hügellands, das von Moränenzügen, lehmigen Böden und eiszeitlichen Ablagerungen geprägt ist. Diese Untergründe geben mehr Härtebildner ab als die weichen Sande und sauren Moorböden, wie sie in anderen Teilen Schleswig-Holsteins vorkommen. Darum fällt das Wasser hier deutlich härter aus als in Küstenorten an der Nordsee oder in Gegenden mit stark moorigem Untergrund, etwa in der Eider-Treene-Sorge-Niederung. Auch im Vergleich zu Orten mit nährstoffarmen, sehr sandigen Böden im Naturraum Mittelholstein bleibt Bendorfs Wasser mineralreicher. Der Unterschied entsteht nicht erst im Wasserwerk, sondern schon im Boden darunter: Regen sickert durch Geschiebelehm, Sand und kalkhaltige Schichten, löst dabei Mineralien und sammelt sie als Grundwasser. Rendsburg-Eckernförde liegt damit in einer Zone, in der viele Orte ihr Trinkwasser aus regionalen Grundwasserleitern beziehen, doch die Härte schwankt stark von Gemeinde zu Gemeinde. Bendorf steht mit 14,2 °dH auf der härteren Seite dieses Spektrums. In Nachbarorten mit stärkerem Sandanteil und weniger kalkreichem Untergrund liegt der Wert oft niedriger, während Orte auf derselben Geestkante ähnlich mineralhaltiges Wasser bekommen. Der Versorger nutzt diese lokale Geologie direkt aus, statt Wasser über weite Strecken heranzuführen. Deshalb schmeckt und verhält sich das Trinkwasser hier anders als an der Küste, im Moorgebiet oder in Teilen des Südens von Schleswig-Holstein, wo andere Böden und andere Grundwasserhorizonte den Charakter bestimmen. Bendorfs Wasser ist ein Produkt der eiszeitlichen Landschaft unter den Feldern und Knicks der Region.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Mittleres Störgebiet

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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