Wasserhärte in Bestensee

PLZ 15741 · Dahme-Spreewald, Brandenburg

16,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH (DNWAB)

Website

Praktische Tipps bei 16,6 °dH

Spülmaschine

Bei 16,6 °dH in Bestensee: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Bestensee liegt mit 16,6 °dH genau im Durchschnitt (16,4 °dH).

Bestensee
16,6
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Bestensee liegt mit 16,6 °dH 1,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bestensee
16,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Königs Wusterhausen 18,4 °dH hart
Mittenwalde 14,6 °dH hart
Wildau 14,6 °dH hart
Groß Köris 15,3 °dH hart
Schwerin 14,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bestensee

22,7 °dH — was steckt dahinter? Bestensee liegt auf den sandigen und eiszeitlich geprägten Ablagerungen des Baruther Urstromtals und der Lausitzer Grenzwall-Region. Unter der dünnen Decke aus Sand und Geschiebemergel folgen kalkhaltige Schichten, die das Grundwasser auf seinem Weg durch die Bodenzone mit Calcium und Magnesium anreichern. Südlich und östlich prägen Niederungen, kleine Seen und versickerungsaktive Böden das Bild; der Krummensee, der Todnitzsee und die feuchten Senken im Gemeindegebiet sind Teil einer Landschaft, in der Niederschläge rasch in den Untergrund gelangen. Genau dort nimmt das Wasser Mineralien auf, bevor es über die Brunnen wieder gefasst wird. Das Ergebnis ist ein klar kalkbetonter Wassercharakter, wie er in Dahme-Spreewald häufiger vorkommt, in Bestensee aber deutlich im harten Bereich liegt. Die Ursache sitzt also nicht im Leitungsnetz, sondern tief im geologischen Untergrund, der hier mehr gelöste Härtebildner freisetzt als in vielen sandigen Randlagen Brandenburgs. Das Trinkwasser kommt aus örtlichen Grundwasserbrunnen, die das im Gemeindegebiet und im Verbund des regionalen Versorgers gewonnene Wasser fördern. Zuständig ist der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Königs Wusterhausen, der Bestensee mit aufbereitetem Grundwasser versorgt. Die Förderung erfolgt aus tieferen, geschützten Aquiferen, nicht aus Flüssen oder Talsperren. Spree, Dahme und die vielen Kleingewässer der Umgebung speisen den Wasserkreislauf nur indirekt über die Neubildung des Grundwassers. Der Weg ins Netz führt über die Aufbereitung in den Anlagen des Verbands und von dort in die Haushalte entlang der Ortsteile und Siedlungsbereiche. Der regionale Bezug ist damit eng: Bestensee hängt an einem Grundwassersystem, das von den nassen Niederungen und den durchlässigen Sanden des südlichen Berliner Umlands geprägt ist. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten wirkt Bestensee härter und kalkreicher. Richtung Königs Wusterhausen und Zeuthen bleiben die Werte oft ähnlich, weil auch dort die eiszeitlichen Sande und der Grundwassereinfluss aus derselben Landschaft dominieren. In Richtung Mittenwalde, Märkisch Buchholz oder den waldreicheren Teilen des Landkreises kann das Wasser je nach Brunnenfeld etwas weicher oder wechselnder ausfallen. Bestensee steht damit für den südlichen Brandenburg-Typ: kein Oberflächenwasser aus großen Talsperren, sondern tief gefasstes Grundwasser aus einer Landschaft, die seit der Eiszeit Sand, Kies und kalkführende Sedimente übereinanderlagert. Wer hier den Hahn aufdreht, bekommt das geologische Archiv der Region direkt aus dem Untergrund geliefert.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH (DNWAB)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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