Wasserhärte in Callenberger Forst-West

20,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rodacher Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,8 °dH

Spülmaschine

Bei 20,8 °dH in Callenberger Forst-West: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Callenberger Forst-West liegt mit 20,8 °dH 3,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Callenberger Forst-West
20,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Callenberger Forst-West liegt mit 20,8 °dH 6,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Callenberger Forst-West
20,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Köllnholz 20,8 °dH hart
Weitramsdorf 23,8 °dH hart
Ummerstadt 23,8 °dH hart
Meeder 22,2 °dH hart
Bad Rodach, St 23,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Callenberger Forst-West

Zwischen den bewaldeten Höhen des Callenberger Forsts und den Tälern der Itz entsteht ein Trinkwasserraum, der stark vom Untergrund geprägt ist. Hier wechseln sandige und tonige Deckschichten mit kalkreichen Gesteinen des Muschelkalks und den Randbereichen des Keupers. Solches Gestein gibt Calcium und Magnesium an das Sickerwasser ab. Die Bäche schneiden tief ein, leiten Niederschläge rasch ab und lassen nur einen Teil im Boden versickern. Was in den Brunnen ankommt, ist deshalb mineralreich und erreicht mit 20,8 °dH einen klar harten Wert. Der Forst selbst wirkt dabei wie ein Sammelbecken aus Regen, Waldhumus und langsam durchsickendem Hangwasser, doch die geologischen Schichten bestimmen am Ende, wie kalkhaltig das Wasser bleibt. Versorgt wird Callenberger Forst-West über das Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rodacher Gruppe, der im westlichen Landkreis Coburg mehrere Orte mit Trinkwasser beliefert. Das Wasser stammt aus eigenen Tiefbrunnen und Quellfassungen im Rodachtal und aus den umliegenden Gewinnungsgebieten, wo Grundwasser in den verkarsteten und geklüfteten Gesteinen gesammelt wird. Von dort gelangt es über Aufbereitung und Leitungsverbund in die Ortsteile und Siedlungsbereiche des Forsts. Die Lage zwischen Coburg, Rödental und den kleineren Orten im Itz- und Rodachtal sorgt dafür, dass nicht ein einzelner Bach, sondern ein regional vernetztes System den Vorrat sichert. Genau diese Mischung aus Waldhang, Talboden und kalkigem Untergrund macht den Wassercharakter vor Ort so deutlich. Im Vergleich zu vielen Orten in Oberfranken liegt Callenberger Forst-West am harten Ende der Skala. Dort, wo im Frankenwald oder in Teilen des Thüringer Schiefergebirges oft weichere, silikatische Gesteine dominieren, bleibt das Wasser meist deutlich kalkärmer. Hier im Coburger Land ist das anders. Der Muschelkalk setzt dem Wasser mehr Mineralien zu, und die Nähe zu den Tälern von Itz und Rodach bringt zusätzliches Grundwasser aus karbonatreichen Schichten ein. Gegenüber dem bayerischen Durchschnitt fällt der Unterschied deutlich aus, weil große Teile des Freistaats von weicherem Alpenvorland- oder Granitwasser profitieren. Callenberger Forst-West steht damit für ein regional typisches, aber ausgeprägt hartes Trinkwasser, das eng an Landschaft und Untergrund gebunden ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rodacher Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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