Wasserhärte in Ummerstadt

PLZ 98663 · Hildburghausen, Thüringen

23,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasser-Verband Hildburghausen

Website

Praktische Tipps bei 23,8 °dH

Spülmaschine

Bei 23,8 °dH in Ummerstadt: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Ummerstadt liegt mit 23,8 °dH 2,9 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Ummerstadt
23,8
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Ummerstadt liegt mit 23,8 °dH 9,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ummerstadt
23,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Callenberger Forst-West 20,8 °dH hart
Köllnholz 20,8 °dH hart
Weitramsdorf 23,8 °dH hart
Heldburg 15,5 °dH hart
Seßlach, St 22 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ummerstadt

23,8 °dH hartes Wasser ist in Ummerstadt kein Zufall, sondern ein Spiegel des Untergrunds. Südlich des Thüringer Waldes und am Rand des Heldburger Landes trifft das Wasser auf Muschelkalk, Mergel und teils verkarstete Schichten, aus denen es Kalk und Magnesium löst. Solche Gesteine prägen den Untergrund im Hildburghäuser Land seit langem; dazu kommen Ton- und Lehmböden, die Niederschlagswasser nur langsam versickern lassen. Es fließt deshalb über längere Wege durch die Gesteinsräume, nimmt Mineralien auf und kommt mit deutlich höherer Härte an die Zapfstelle als in den Mittelgebirgsregionen Thüringens mit ihren weicheren Quellwässern. Auch die kleine Tallage nahe der Rodach und die Hänge des Grabfelds sorgen dafür, dass das Wasser nicht aus einem einzigen, kurzen Oberflächenlauf stammt, sondern aus tiefere Schichten gespeisten Grundwasservorkommen. Das Trinkwasser für Ummerstadt stammt aus dem Verbund der regionalen Versorgung des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Südthüringen. Versorgt wird der Ort über Grundwasserbrunnen und Quellfassungen aus dem südthüringischen Verbundnetz, das mehrere Ortschaften im Landkreis Hildburghausen miteinander verbindet. Anders als Städte, die auf Talsperren oder Fernwasser aus dem Thüringer Wald zurückgreifen, nutzt Ummerstadt vor allem lokales Rohwasser aus tieferen Fassungsbereichen. Genau dort liegt auch die Ursache für den hohen Kalkgehalt: Das Wasser hat auf seinem Weg durch die Gesteinsschichten viel Zeit, Mineralstoffe aufzunehmen. Die Leitung in den Ort bringt daher ein Wasser, das geologisch sehr stark vom Untergrund des Heldburger Landes geprägt ist. Im Vergleich mit Nachbarorten fällt Ummerstadt damit deutlich mineralreicher aus. Orte näher am Thüringer Wald erhalten häufig weichere Wässer aus Granit-, Gneis- oder Buntsandsteinregionen, während südthüringische Gemeinden auf Muschelkalkböden fast immer härteres Wasser melden. Gegenüber dem thüringischen Durchschnitt liegt Ummerstadt also klar am oberen Rand. Der Landkreis Hildburghausen zeigt diese Zweiteilung besonders deutlich: nördlich und westlich dominieren oft weichere Mittelgebirgswässer, südlich und östlich im Grabfeld und Heldburger Land steigen die Härtewerte spürbar an. Ummerstadt steht damit genau an einer geologischen Grenze, an der das Trinkwasser seinen Kalkgehalt auf dem Weg durch den Fels sammelt und deshalb so markant ausfällt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasser-Verband Hildburghausen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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