Wasserhärte in Chiemsee

PLZ 83256 · Rosenheim, Bayern

17,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Chiemseegruppe

Website

Praktische Tipps bei 17,9 °dH

Spülmaschine

Bei 17,9 °dH in Chiemsee: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Chiemsee liegt mit 17,9 °dH 0,6 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Chiemsee
17,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Chiemsee liegt mit 17,9 °dH 3,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Chiemsee
17,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gstadt a.Chiemsee 19,4 °dH hart
Chiemsee (See) 17,6 °dH hart
Breitbrunn a.Chiemsee 19,4 °dH hart
Prien a.Chiemsee 19,4 °dH hart
Übersee 17 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Chiemsee

Der Chiemsee liegt auf einem Untergrund, der von der Eiszeit geformt wurde. Unter den Uferbereichen und den Orten am See treffen Moränen, Schotter und sandig-kiesige Ablagerungen des Chiemsee-Gletschers auf ältere kalkreiche Sedimente aus dem Alpenvorland. Nach dem Rückzug des Eises blieben mächtige Kieskörper, feine Sande und Mergelinseln zurück, die aus Schmelzwasser, Seebecken und späteren Verlandungszonen entstanden. Genau diese kalk- und dolomitreichen Gesteine aus den nördlichen Kalkalpen und dem Alpenvorland prägen das Wasser. Auf dem Weg durch den Kies löst es Calcium und Magnesium aus Kalkschottern, Moränenmaterial und Mergeln. Darum liegt die Wasserhärte bei 17,9 °dH und damit klar im harten Bereich. Die Zuflüsse aus dem Alpenraum, vor allem die Prien, bringen zusätzlich mineralreiches Wasser in den See und in das Umland, während die Böden am Rand des Sees kaum entkalken. Im Vergleich zu vielen Orten im nördlichen Bayern, wo Sandsteine und weichere Lockersedimente öfter für niedrigere Härtewerte sorgen, ist das Wasser am Chiemsee deutlich mineralischer. Auch innerhalb des Landkreises Rosenheim fällt der See-Raum durch seine kalkgeprägte Geologie auf. Das Trinkwasser für den Chiemsee-Ortsteilverbund stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Chiemsee-Gruppe, der die Gemeinden am See mit eigenem Grundwasser versorgt. Gefördert wird aus Brunnen im eiszeitlichen Kies- und Schotterkörper des Chiemsee-Beckens und aus weiteren Grundwasservorkommen im Umfeld, die von den Niederschlägen auf den Moränenhügeln gespeist werden. Diese Brunnen liegen dort, wo das Wasser nach kurzer bis mittlerer Fließstrecke durch kalkhaltige Lockersedimente wandert und seine Härte aufnimmt. Im Unterschied zu Oberbayern mit vielen ähnlichen Voralpen-Standorten ist die Versorgung hier stark vom lokalen Grundwasser im Seebecken geprägt und nicht von Fernwasser aus großen Leitungsverbünden. Das macht den Chiemsee-Raum eigenständig: keine weiten Transferleitungen, sondern Wasser aus dem unmittelbaren geologischen Umfeld. Gegenüber Nachbarorten wie Prien am Chiemsee, Gstadt oder Bernau zeigt sich daher ein ähnliches, aber nicht identisches Profil, weil die einzelnen Brunnenfelder und Mischungen der Verbandsversorgung leicht variieren. Der harte Charakter des Wassers passt damit direkt zur Landschaft aus Kies, Moräne, Kalk und Schmelzwassersedimenten, die den See bis heute umgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Chiemseegruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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