Wasserhärte in Cursdorf

PLZ 98744 · Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen

8 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt

Website

Praktische Tipps bei 8 °dH

Spülmaschine

Bei 8 °dH in Cursdorf reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Cursdorf liegt mit 8 °dH 12,9 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Cursdorf
8
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Cursdorf liegt mit 8 °dH 6,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Cursdorf
8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Deesbach 8,2 °dH weich
Schwarzatal 11,5 °dH mittel
Katzhütte 8 °dH weich
Unterweißbach 8,2 °dH weich
Meura 8,4 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Cursdorf

Cursdorf liegt deutlich weicher im Trinkwasser als viele Orte im Thüringer Wald und im Mittelthüringer Becken. Der Wert von 8 °dH passt zu einer Landschaft, in der nicht Kalk und Muschelkalk das Sagen haben, sondern kristalline Gesteine, saure Wald- und Verwitterungsböden sowie kleine, schnell reagierende Quellgebiete. Zwischen Schwarzatal, den Höhenzügen des Thüringer Schiefergebirges und den steilen Hängen rund um die Orte des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt sickert Regenwasser rasch durch verwitterten Schiefer und Gneis. Dabei nimmt es deutlich weniger Calcium und Magnesium auf als Wasser aus Kalkregionen. Genau deshalb bleibt das Wasser in Cursdorf weich, während viele Orte weiter westlich oder nördlich mit spürbar höherer Härte arbeiten. Auch der nahe Einfluss kleiner Bachsysteme, die das Wasser aus den bewaldeten Höhen ableiten, spricht für einen kurzen Weg vom Niederschlag zur Quelle, ohne lange Passage durch harte Gesteinsschichten. Die Versorgung hängt hier am regionalen Netz des Wasser- und Abwasserzweckverbands Saalfeld-Rudolstadt. Das Trinkwasser kommt aus lokalen Quellen und Brunnen des Thüringer Schiefergebirges und wird in die Ortsteile eingespeist, nicht aus einer großen, weit entfernten Talsperrenlösung wie in anderen Teilen Thüringens. Entscheidend ist die kleinteilige Gewinnung aus den wasserreichen Hanglagen zwischen Cursdorf, Oberweißbach und den Höhen um Deesbach. Diese Quellgebiete liegen in einem Gebiet, das vom Schwarzatal und seinen Zuflüssen geprägt ist. Dort treffen Niederschläge auf harte, aber mineralstoffarme Gesteine. Das Wasser bleibt dadurch klar, kühl und weich. Der Versorger verteilt es über das regionale Leitungsnetz in den Ort und die umliegenden Siedlungen. Gegenüber Nachbarorten zeigt Cursdorf damit ein typisches Bild für den südöstlichen Thüringer Wald, aber mit einer angenehm niedrigen Härte. Orte auf Kalkstandorten in anderen Teilen Thüringens erreichen oft deutlich höhere Werte, weil dort mehr gelöste Mineralien ins Wasser gelangen. Cursdorf bleibt näher an den Quelllagen des Schiefergebirges und weiter weg von den härteren Grundwasserleitern des Thüringer Beckens. Auch im Vergleich zu Orten im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, die stärker aus tieferen Brunnen oder aus Mischsystemen versorgt werden, wirkt das Wasser hier bergnah und frisch. Die Geologie gibt den Ton an: wenig Kalk im Untergrund, viel Niederschlag am Hang, kurze Wege im Untergrund. Daraus entsteht der weiche Charakter, der Cursdorf von vielen Thüringer Wasserorten klar absetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung für Städte und Gemeinden des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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