Wasserhärte in Ebernhahn

PLZ 56424 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

6,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Montabaur

Website

Praktische Tipps bei 6,6 °dH

Spülmaschine

Bei 6,6 °dH in Ebernhahn reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Ebernhahn liegt mit 6,6 °dH 6,7 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Ebernhahn
6,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Ebernhahn liegt mit 6,6 °dH 8,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ebernhahn
6,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wirges 3,6 °dH weich
Siershahn 4,6 °dH weich
Dernbach (Westerwald) 6,6 °dH weich
Ransbach-Baumbach 7,1 °dH weich
Mogendorf 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Ebernhahn

Unter Ebernhahn liegt kein Kalkgebiet, sondern vor allem der basale Untergrund des Westerwaldes: devonische Schiefer, Grauwacken und Quarzit, darüber in weiten Bereichen junge Basalt- und Tuffreste aus dem tertiären Vulkanismus des oberen Westerwaldes. Diese harte, aber arm an leicht löslichen Mineralen geprägte Geologie liefert nur wenig Calcium und Magnesium an das Sickerwasser. Deshalb bleibt das Trinkwasser hier weich und erreicht mit 6,6 °dH einen niedrigen Härtewert. Auch die Böden rund um den Ort, die aus verwittertem Basalt, Lehm und sandig-schluffigen Deckschichten bestehen, bremsen eine starke Aufhärtung. Nahe Bäche wie der Saynbach und die kleineren Quellmulden im Westerwälder Hügelland prägen das Einzugsgebiet, doch sie laufen über Gesteine, die deutlich weniger Härtebildner freisetzen als Kalksteinlandschaften. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer großen Fernleitung aus dem Rheintal, sondern aus der regionalen Gewinnung des Zweckverbands Wasserversorgung im Westerwald. Die Versorgung läuft über Brunnen und Quellfassungen aus den wasserreichen Höhenzügen des Westerwaldes, deren Rohwasser in der Aufbereitung aufbereitet und ins Ortsnetz eingespeist wird. Zuständig ist der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im Westerwald, kurz WAW, der die Orte im Umland mit Wasser aus eigenen Anlagen versorgt. Das passt zur Lage zwischen Montabaurer Höhe und den Basalthöhen des Westerwaldes: kurze Wege, lokale Gewinnung, geringe mineralische Belastung. Ebernhahn hängt damit an einem Netz, das aus den Quell- und Grundwasservorkommen der Region gespeist wird, nicht an einem großen Fernwasserverband aus dem Mosel- oder Rheingebiet. Verglichen mit vielen Orten in Rheinland-Pfalz steht Ebernhahn auf der weichen Seite. An der Mosel, in Teilen der Eifel oder in kalkreicheren Randlagen steigen die Härtewerte oft deutlich stärker an, weil dort Muschelkalk, Kalkmergel oder dolomitische Schichten das Wasser mit Calcium und Magnesium anreichern. Auch Nachbarorte im Westerwald zeigen teils ähnliche, teils etwas höhere Werte, je nachdem, ob ihr Wasser stärker von Basalt, Schiefer oder von tiefer liegenden, mineralreicheren Grundwasserstockwerken geprägt wird. Ebernhahn bleibt dabei typisch für den nördlichen Westerwald: kein kalkiger Untergrund, keine harte Karstprägung, sondern vulkanisch und schieferdominiert. Genau daraus kommt die weiche Wasserlinie, die den Ort von vielen anderen Gemeinden im Land unterscheidet.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Montabaur

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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