Wasserhärte in Eppendorf

PLZ 09575 · Mittelsachsen, Sachsen

19,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Freiberg

Website

Praktische Tipps bei 19,7 °dH

Spülmaschine

Bei 19,7 °dH in Eppendorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Eppendorf liegt mit 19,7 °dH 4,9 °dH über dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Eppendorf
19,7
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Eppendorf liegt mit 19,7 °dH 5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Eppendorf
19,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Leubsdorf 17,6 °dH hart
Großhartmannsdorf 16,5 °dH hart
Grünhainichen 11,6 °dH mittel
Oederan 17,6 °dH hart
Börnichen/Erzgeb. 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Eppendorf

Eppendorf bezieht sein Trinkwasser vom Wasserversorgungszweckverband Freiberg und vom regionalen Verbundnetz des Wasserzweckverbands ZWA Lugau-Glauchau, gespeist aus Tiefbrunnen und Quellfassungen im Mittelsächsischen Hügelland sowie aus aufbereitetem Fernwasser aus dem Netz der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz. Entscheidend sind die Fassungen im Raum Augustusburg, Oederan und am Rand des Erzgebirgsvorlandes, wo Grundwasser aus verkarsteten und geklüfteten Gesteinen gefördert wird. Dieses Wasser trifft auf eine Landschaft aus Gneis, Schiefer, Granit und Lösslehm. Unter den Ortschaften Eppendorf, Kleinhartmannsdorf und Großwaltersdorf liegen Schichten, die Kalk, Magnesium und andere Mineralien an das Wasser abgeben. Genau daraus entsteht der harte Wert von 19,7 °dH. Die Mulde- und Zschopau-Nähe sorgt zudem dafür, dass sich in den Niederungen immer wieder mineralreiches Grundwasser neu bildet, statt weiches Oberflächenwasser aus reinen Sandgebieten zu liefern. So bleibt das Wasser spürbar härter als in vielen Teilen des Elbtals oder in den hoch gelegenen Erzgebirgsorten mit ihren deutlich weicheren Quellwässern. Der Ort liegt damit zwischen zwei Welten. Nördlich, Richtung Flöha und Oederan, ist das Wasser oft noch etwas milder, weil dort mehr Fernwasser und jüngere Lockersedimente in das Netz eingreifen. Südlich, hinauf nach Börnichen, Grünhainichen und ins Erzgebirge, prägen andere Quellgebiete das Bild, häufig mit weicherem Wasser aus kristallinem Untergrund. Eppendorf selbst sitzt am Übergang zum Erzgebirgsvorland und nimmt beides auf, bleibt aber wegen der mineralreichen Grundwasserleiter auf der harten Seite. Der Vergleich mit dem restlichen Sachsen fällt deshalb deutlich aus: In vielen Teilen der Oberlausitz, in Dresden oder in den Quellgebieten des Erzgebirges ist das Wasser weicher, während hier im Landkreis Mittelsachsen die geologische Mischung aus Festgestein, Lössdecken und grundwassernahen Talräumen ein deutlich kalkreicheres Trinkwasser liefert. Gerade diese Lage zwischen Zschopautal, Hügelland und Erzgebirgskamm macht Eppendorf wasserchemisch eigenständig und erklärt, warum der Ort nicht dem sächsischen Durchschnitt folgt, sondern einen klar hart geprägten Wert zeigt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Freiberg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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