Wasserhärte in Erding, GKSt

PLZ 85435 · Erding, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Erding

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Erding, GKSt: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Erding, GKSt liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Erding, GKSt
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Erding, GKSt liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Erding, GKSt
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Oberding 16,3 °dH hart
Moosinning 16,4 °dH hart
Bockhorn 19 °dH hart
Eitting 16,3 °dH hart
Wörth 18,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Erding, GKSt

Das Trinkwasser für Erding stammt aus dem Gewinnungsgebiet des Stadtwerks Erding bei Aufhausen und Altenerding, ergänzt aus dem Wasserschutzgebiet südwestlich der Stadt. Dort fördern Tiefbrunnen das Wasser aus dem Münchner Schotterraum, also aus den kiesigen, eiszeitlichen Ablagerungen der Isar. Dieses Grundwasser hat auf seinem Weg durch mächtige Kies- und Sandschichten viele Mineralien aufgenommen, vor allem Calcium und Magnesium. Genau daraus ergibt sich die Härte von 20 °dH. Die Böden in und um Erding sind stark von Schotter, Kies und sandigen Sedimenten geprägt, während bindige, kalkarme Deckschichten nur wenig bremsen. Hartes Wasser ist deshalb kein Zufall, sondern Folge der Geologie zwischen Isental, Sempt und den flachen Niederungen des Erdinger Mooses. Versorgt wird Erding von den Stadtwerken Erding mit eigenem Grundwasser aus mehreren Tiefbrunnen im Stadtgebiet und in den nahen Gewinnungsbereichen. Oberflächenwasser aus Talsperren oder Quellgebieten spielt hier keine Rolle. Der Versorger nutzt kein Fernwasser aus dem Alpenvorland, sondern lokal gefasstes Grundwasser, das nach der Förderung aufbereitet und ins Netz eingespeist wird. Das macht die Herkunft sehr ortsnah und erklärt, warum Erding sich von vielen anderen Orten im Landkreis abhebt. In den Nachbarorten schwanken die Werte teils deutlich, je nach Mischwasser, Anschluss an Zweckverbände oder anderer Brunnenlage. München selbst liegt trotz derselben Grundwasserlandschaft oft etwas niedriger, weil dort Wasser aus anderen Fassungen und Mischungen ins Netz gelangt. Richtung Dorfen, Markt Schwaben oder Forstern können die Härtegrade ebenfalls anders ausfallen, weil dort andere Brunnenfelder und Versorgungsräume genutzt werden. Erding, GKSt steht damit typisch für den östlichen Rand des Münchner Schotterraums: viel Kies, wenig Kalkgestein an der Oberfläche, aber mineralreiches Grundwasser aus tieferen Schichten. Die Sempt und die kleinen Wasserläufe der Umgebung prägen zwar das Landschaftsbild, doch die Trinkwasserversorgung hängt nicht an Flusswasser, sondern an den ergiebigen Grundwasserleitern unter den Schottern. Der Unterschied zum bayerischen Durchschnitt ist spürbar, denn viele Regionen im Alpenvorland und in Franken liegen bei mittlerer Härte oder speisen ihr Netz aus anderen Quellen. Erding bleibt damit ein Ort mit klar lokaler Wasserkante: kurze Wege zur Förderung, harte Wasserqualität und eine Versorgung, die direkt aus dem Untergrund der eigenen Landschaft kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Erding

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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