Wasserhärte in Flörsheim-Dalsheim

PLZ 67592 · Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz

20,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserwerk Zweckverband Seebachgebiet

Website

Praktische Tipps bei 20,6 °dH

Spülmaschine

Bei 20,6 °dH in Flörsheim-Dalsheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Flörsheim-Dalsheim liegt mit 20,6 °dH 7,3 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Flörsheim-Dalsheim
20,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Flörsheim-Dalsheim liegt mit 20,6 °dH 5,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Flörsheim-Dalsheim
20,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Monsheim 20,3 °dH hart
Mörstadt 21 °dH hart
Gundheim 20,6 °dH hart
Mölsheim 20,6 °dH hart
Bermersheim 20,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Flörsheim-Dalsheim

20,6 °dH — was steckt dahinter? Flörsheim-Dalsheim liegt am Übergang vom Rand des Rheinhessischen Hügellands zur Oberrheinebene. Unter den Weinbergen und Lössdecken sitzen kalkreiche Schichten aus dem Tertiär, dazu Grundwasser, das auf seinem Weg durch Muschelkalk- und Kalksedimente viel Calcium und Magnesium löst. Auch die Nähe zum Rhein prägt die Rohwasserbildung in der Region: Versickerung in der Ebene, langsame Anreicherung im Untergrund, wenig weiche Quellzufuhr aus dem Mittelgebirge. So entsteht ein deutlich härteres Wasser als in den Wald- und Schieferlagen von Hunsrück, Eifel oder Westerwald, wo Niederschläge rasch abfließen und Gesteine kaum Härtebildner abgeben. Der Ort sitzt damit geologisch auf einer wasserreichen, aber mineralstoffstarken Schicht, und genau das spiegelt sich im Härtewert wider. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Verbund der Rheinhessen-Wasserversorgung, die im Landkreis Alzey-Worms das Verteilnetz speist. Eingespeist wird das Wasser aus regionalen Grundwasserbrunnen und Uferfiltrat aus dem Rheingraben, aufbereitet und in das Ortsnetz von Flörsheim-Dalsheim gegeben. Keine Fernleitung aus einer Talsperre, kein weiches Mittelgebirgswasser: Die Versorgung bleibt bewusst regional und nutzt die ergiebigen Grundwasserleiter der Ebene. Damit unterscheidet sich der Ort deutlich von Gemeinden am Rhein mit ähnlicher Geologie, aber auch von Orten im Pfälzerwald oder im Hunsrück, deren Wasser oft spürbar weicher aus Quellgebieten kommt. In Flörsheim-Dalsheim bleibt der mineralische Charakter deshalb klar erhalten. Der Vergleich mit dem Rest von Rheinland-Pfalz fällt deutlich aus. In den schiefergeprägten Höhenzügen westlich und nördlich des Landes sind niedrige bis mittlere Härten häufiger, in den Löss- und Kalkräumen Rheinhessens dagegen steigt die Härte oft stark an. Flörsheim-Dalsheim steht damit typisch für den südöstlichen Teil von Rheinhessen: fruchtbare Böden, kalkhaltiger Untergrund, grundwassergeprägte Versorgung und ein Trinkwasser, das härter ausfällt als in vielen Nachbarregionen. Wer aus Zellertal, Monsheim oder Westhofen kommt, kennt diesen mineralischen Ton im Wasser ebenfalls; wer aus den weicheren Mittelgebirgsorten herüberwechselt, merkt den Unterschied sofort am Ortsnetz.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerk Zweckverband Seebachgebiet

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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