Wasserhärte in Garrel

PLZ 49681 · Cloppenburg, Niedersachsen

7,7 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Website

Praktische Tipps bei 7,7 °dH

Spülmaschine

Bei 7,7 °dH in Garrel reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Garrel liegt mit 7,7 °dH 5,3 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Garrel
7,7
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Garrel liegt mit 7,7 °dH 7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Garrel
7,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bösel 7,5 °dH weich
Cloppenburg 7,7 °dH weich
Friesoythe 6,6 °dH weich
Molbergen 7,7 °dH weich
Wardenburg 7,4 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Garrel

Unter Garrel liegt ein junger Untergrund aus Sanden, Kiesen und eiszeitlichen Ablagerungen. Kalkfelsen fehlen hier fast völlig. Stattdessen prägen glaziale Sande, Moorreste und verfestigte Schichten aus der Saale- und Weichselzeit das Bild. Das Eis hat Material aus Skandinavien herangeschoben, die Schmelzwässer haben es wieder sortiert und als durchlässige Decke abgelagert. Genau diese offene, sandige Geologie lässt Regenwasser schnell einsickern. Auf dem Weg nach unten wird es nur wenig mit Kalk und Mergel angereichert. Darum liegt die Wasserhärte in Garrel bei 7,7 °dH und damit im weichen Bereich. Die Umgebung mit ihren Niederungen, Gräben und feuchten Böden wirkt zusätzlich bremsend auf starke Mineralisierung, anders als in Gegenden mit mächtigen Kalk- oder Keuperpaketen. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre und nicht aus einer Quelle, sondern aus tiefen Grundwasserbrunnen des Wasserversorgers OOWV, des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands. Für Garrel ist das Netz des OOWV der feste Lieferweg. Gewonnen wird das Wasser aus regionalen Brunnenfeldern im Landkreis Cloppenburg und im weiteren Verbandsgebiet, wo geschützte Grundwasserleiter unter Sand und Kies angezapft werden. Dort wird das Wasser gefasst, aufbereitet und in das Ortsnetz eingespeist. Der niedrige Härtewert passt zu diesem Gewinnungsraum: wenig Kalkstein im Untergrund, kurze Mineralisationswege und ein Grundwasser, das vor allem aus versickerndem Niederschlagswasser gespeist wird. Flüsse wie die Hase und ihre Nebenräume prägen die Landschaft der Region, aber nicht als Talsperrenquelle, sondern als Zeichen der flachen, wasserreichen Niederungslandschaft, in der Grundwasser den Ton angibt. Gegenüber vielen Orten im südlichen Niedersachsen fällt Garrel mit seinem weichen Wasser auf. In Teilen des Osnabrücker Landes, in kalkreicheren Randzonen des Weserberglands oder in Regionen mit mehr Geschiebemergel ist das Wasser oft härter, weil es auf seinem Weg mehr Calcium und Magnesium aufnimmt. Auch innerhalb des Landkreises Cloppenburg gibt es Unterschiede, je nachdem, wie mächtig die Sandschichten sind und wie nah kalkhaltige eiszeitliche Ablagerungen liegen. Garrel steht eher auf der sandigen Seite des Oldenburger Münsterlands. Der Ort profitiert von einem Untergrund, der Wasser schnell durchlässt, aber wenig nachliefert an gelösten Mineralien. Darum wirkt das Garreler Trinkwasser nicht wie ein Produkt aus Kalk und Stein, sondern wie das Ergebnis einer norddeutschen Sandlandschaft, die Regen tief einsickern lässt und ihn als weiches Grundwasser zurückgibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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