Wasserhärte in Georgensgmünd

PLZ 91166 · Roth, Bayern

16,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Gruppe Gmünder Tal

Website

Praktische Tipps bei 16,4 °dH

Spülmaschine

Bei 16,4 °dH in Georgensgmünd: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Georgensgmünd liegt mit 16,4 °dH 0,9 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Georgensgmünd
16,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Georgensgmünd liegt mit 16,4 °dH 1,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Georgensgmünd
16,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Röttenbach 16,6 °dH hart
Abenberger Wald 15,9 °dH hart
Abenberg, St 16 °dH hart
Spalt, St 15,7 °dH hart
Roth, St 15 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Georgensgmünd

Georgensgmünd bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Gruppe Gmünder Tal. Das Wasser stammt aus eigenen Tiefbrunnen im Rednitztal und aus weiteren Gewinnungsanlagen im Umfeld des Tales, wo das Grundwasser in den sandig-kiesigen Schichten zwischen Georgensgmünd, Petersgmünd und Mäbenberg gefasst wird. Diese Brunnen nutzen das Wasser der Talfüllung der Rezat und der Rednitz, also eines breiten, eiszeitlich geprägten Untergrunds mit Schottern, Sanden und mergeligen Lagen. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass das Wasser mehr gelöste Mineralstoffe aufnimmt als in vielen Regionen Frankens mit weicheren Quellhorizonten. Der Härtewert von 16,4 °dH passt zu diesem Untergrundbild: kein reines Quellwasser aus kristallinem Gestein, sondern ein deutlich mineralisiertes Talwasser aus dem fränkischen Beckenrand. Der Ort liegt am Übergang zwischen dem Fränkischen Jura, den sandigen Ebenen des mittleren Rednitztals und den Zuflüssen Richtung Roth und Schwäbischer Rezat. Dort trifft kalkhaltiges Material aus den Randlagen des Jura auf Flusssedimente, die über lange Zeit Grundwasser speichern und mit Calcium und Magnesium anreichern. Genau deshalb fällt Georgensgmünd härter aus als etliche Nachbarorte im Landkreis Roth, die stärker von einzelnen Quellen, Mischsystemen oder tieferen regionalen Verbünden versorgt werden. Auch im Vergleich zu vielen Teilen Ober- und Unterfrankens bleibt der Wert hoch, weil hier nicht vor allem weiches Bergquellwasser dominiert, sondern Grundwasser aus einem landwirtschaftlich und geologisch offenen Talraum. Die Rednitz und ihre Nebentäler prägen damit nicht nur die Landschaft, sondern auch die Zusammensetzung des Trinkwassers. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich vor allem in der Herkunft des Wassers. Während manche Gemeinden im Landkreis Roth auf Verbundleitungen, Fernwasser oder Quellfassungen aus dem Jura zurückgreifen, setzt Georgensgmünd auf die lokalen Brunnen des Gmünder Tals. Das macht das Wasser ortsnah und geologisch sehr eigenständig. Der Versorger bleibt damit eng an die Talgründe zwischen Georgensgmünd, Spalt, Röttenbach und Roth gebunden. Der harte Wert ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck eines Untergrunds, der über Jahrtausende Flussmaterial gesammelt hat. Georgensgmünd steht damit zwischen dem weicheren Charakter vieler bayerischer Oberflächenwässer und den besonders kalkarmen Quellgebieten der Mittelgebirge. Hier kommt Trinkwasser aus dem Tal, nicht aus dem Hochgebirge.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Gruppe Gmünder Tal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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