Wasserhärte in Gerach

PLZ 96161 · Bamberg, Bayern

16,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckendorfer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 16,7 °dH

Spülmaschine

Bei 16,7 °dH in Gerach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Gerach liegt mit 16,7 °dH 0,6 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Gerach
16,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Gerach liegt mit 16,7 °dH 2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gerach
16,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Reckendorf 16,9 °dH hart
Rentweinsdorf 17,2 °dH hart
Rattelsdorf 16,9 °dH hart
Baunach, St 16,6 °dH hart
Kirchlauter 16,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gerach

Der Landkreis Bamberg liegt am Übergang vom fränkischen Keuperland zum Vorland des Obermainischen Hügellands. Diese Landschaft ist von Sandstein, Tonsteinen, Mergeln und kalkführenden Schichten geprägt. Genau daraus erklärt sich das harte Wasser in Gerach. Regen versickert hier nicht nur rasch, er nimmt auf seinem Weg durch die Gesteinspakete viel Calcium und Magnesium auf. Auch die Talräume der Itz und der kleineren Bäche im Umland führen kein weiches Quellwasser aus kristallinem Gebirge heran, sondern Wasser aus einem Gebiet, in dem lösliche Mineralien seit Jahrhunderten den Charakter des Grundwassers bestimmen. Der Wert von 16,7 °dH passt deshalb gut zu dieser fränkischen Schichtstufenlandschaft, in der Härte eher die Regel als die Ausnahme ist. Gerach bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz der Wasserversorgung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Reckendorfer Gruppe. Das Wasser stammt aus örtlichen Grundwasserbrunnen im Versorgungsgebiet und wird über die Anlagen des Verbandes aufbereitet und in die Haushalte verteilt. Anders als Orte, die an Fernleitungen aus den Mittelgebirgen oder an Talsperrenwasser hängen, bleibt Gerach bei einer Versorgung, die klar vom Untergrund vor der Haustür lebt. Die Brunnen fördern Wasser aus den grundwasserführenden Schichten des fränkischen Keuperraums, also aus genau jenen Lagen, in denen Kalk und Dolomit den Härtegrad nach oben drücken. Deshalb zeigt Gerach keinen weichen Mittelgebirgswert, sondern ein deutlich hartes Profil, das geologisch sauber begründet ist. Im Vergleich zu Nachbarorten im Landkreis Bamberg wirkt Gerach damit typischer für den nördlichen und östlichen Kreisrand als für die weicheren Versorgungsgebiete näher an den bewaldeten Höhen des Steigerwalds. Richtung Bamberg-Stadt und in einige Orte mit stärker aufbereitetem Mischwasser fallen die Härtewerte teils niedriger aus, weil dort andere Gewinnungsgebiete oder Beimischungen den Mineralgehalt abmildern. Gerach bleibt dagegen nah am lokalen Grundwasser und an den kalkigen Schichten des Umlands. Genau das macht den Ort wasserwirtschaftlich so klar lesbar: Hier spricht nicht ein Fernwasserwerk, sondern der Untergrund selbst. Das Trinkwasser trägt die Handschrift des fränkischen Bodens, der Sandsteinlagen, der Mergel und der wasserführenden Kalkschichten zwischen Bamberg, dem Haßbergvorland und den Tälern ringsum.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckendorfer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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