Wasserhärte in Gutenzell-Hürbel

PLZ 88484 · Biberach, Baden-Württemberg

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Rottumtal

Website

Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Gutenzell-Hürbel: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Gutenzell-Hürbel liegt mit 15,5 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Gutenzell-Hürbel
15,5
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Gutenzell-Hürbel liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gutenzell-Hürbel
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ochsenhausen 12 °dH mittel
Erolzheim 15,9 °dH hart
Erlenmoos 15,6 °dH hart
Schwendi 16,4 °dH hart
Kirchberg an der Iller 14,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gutenzell-Hürbel

Die Wasserversorgung Gutenzell-Hürbel bezieht ihr Trinkwasser aus dem Verbund der Wasserversorgung Rottumtal. Das Wasser stammt aus örtlichen Grundwasserfassungen im Rottumtal und aus den Fassungen im Einzugsgebiet der Rot, vor allem aus der Gegend um Ochsenhausen und den tieferen Schotter- und Kieskörpern der Talaue. Von dort gelangt es über das Leitungsnetz in die Ortsteile Gutenzell, Hürbel, Bollsberg, Dissenhausen und Weitenbühl. Die Versorgung ist damit klar an die natürlichen Grundwasservorkommen zwischen Iller und Rottum gebunden, nicht an eine Fernwasserleitung oder eine Talsperre. Verantwortlich ist der örtliche Zweckverband beziehungsweise die angeschlossene Rottumtal-Versorgung, die die Brunnen im unteren Talraum betreibt und aufbereitet. Der Härtewert von 15,5 °dH hat seinen Ursprung in den Schichten unter der Gemeinde. Südwestlich des Landkreises Biberach treffen Moränenmaterial, eiszeitliche Schotter und mergelige Ablagerungen des Alpenvorlands aufeinander. Solche Böden geben Calcium und Magnesium an das Grundwasser ab. Auch die Rottum und die kleinere Umlage der Rot prägen den Untergrund mit kalkhaltigen Kiesen und Sanden, die das Wasser mineralreich machen. Gutenzell-Hürbel liegt damit in einem Bereich, in dem das Grundwasser aus den Niederterrassen und Talfüllungen deutlich härter ausfällt als in den Schwarzwaldtälern oder in Regionen mit weicheren Buntsandstein- und Granitgebieten. Der harte Wert passt also zum geologischen Bild des östlichen Oberschwabens, wo Kalk, Mergel und glaziale Ablagerungen das Wasser auf seinem Weg durch die Tiefenschichten anreichern. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist spürbar. Orte näher an der Iller oder an größeren Verbundsystemen im Landkreis erhalten teils Wasser mit anderer Mineralisation, während Gutenzell-Hürbel stark vom lokalen Rottumtal geprägt bleibt. Gegenüber vielen Kommunen in Baden-Württemberg, die weicheres Wasser aus Schwarzwaldquellen, Buntsandsteinräumen oder aus Fernwassermischungen bekommen, steht hier ein deutlich kalkreicheres Ortswasser an. Genau diese Bindung an die Grundwasserhorizonte zwischen Hürbel, Gutenzell und dem Tal der Rot macht das Trinkwasser der Gemeinde unverwechselbar: regional gefasst, mineralisch geprägt und eng mit der Landschaft des nördlichen Oberschwabens verbunden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Rottumtal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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