Wasserhärte in Halle (Westf.)

PLZ 33790 · Gütersloh, Nordrhein-Westfalen

19,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Technische Werke Osning GmbH

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Praktische Tipps bei 19,6 °dH

Spülmaschine

Bei 19,6 °dH in Halle (Westf.): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Halle (Westf.) liegt mit 19,6 °dH 5,2 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Halle (Westf.)
19,6
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Halle (Westf.) liegt mit 19,6 °dH 4,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Halle (Westf.)
19,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Werther (Westf.) 19,5 °dH hart
Borgholzhausen 16,5 °dH hart
Steinhagen 17,3 °dH hart
Spenge 22 °dH hart
Dissen am Teutoburger Wald 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Halle (Westf.)

19,6 °dH prägen das Leitungswasser in Halle (Westf.), und hinter diesem Wert steckt vor allem die Geologie des östlichen Münsterlandes. Die Stadt liegt am Rand der Ravensberger Mulde, wo eiszeitliche Sande, Geschiebelehme und Kalkmergel aus tieferen Schichten zusammenwirken. Solche Gesteine liefern dem Grundwasser viel Calcium und Magnesium. Dazu kommt, dass die Entwässerung über die Werre und ihre Nebenläufe das Wasser nicht wie in Mittelgebirgen rasch aus kristallinem oder silikatischem Gestein speist, sondern durch kalkhaltige Ablagerungen und wasserführende Lockersedimente führt. Genau dort entsteht das harte Profil, das Halle (Westf.) von vielen Orten im Kreis Gütersloh deutlich absetzt. Während manche Nachbarn im Teutoburger Wald wegen anderer Grundwasserströme und teils gemischter Bezugssysteme etwas niedriger oder wechselhafter liegen, bleibt Halle klar im harten Bereich. Auch im Vergleich zu vielen Orten in Nordrhein-Westfalen, die aus Talsperren oder weicheren Fernwasserquellen versorgt werden, ist dieser Wert deutlich mineralischer und standortgebundener. Das Trinkwasser kommt hier nicht aus einer Talsperre, sondern aus lokalem Grundwasser. Zuständig ist die Stadtwerke Halle Westfalen GmbH. Gefördert wird aus Brunnen im Versorgungsgebiet, die das Wasser aus den grundwasserführenden Schichten der Umgebung gewinnen. Diese Schichten liegen unter den landwirtschaftlich genutzten Flächen und den Niederungen, wo Niederschläge langsam versickern und unterwegs Mineralstoffe aufnehmen. Die Nähe zur Ems-Aue und zu den Niederungsbereichen des Haller Landes sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Grundwasserleiter regional unterscheiden und das Wasser nicht überall gleich zusammengesetzt ist. Das Ergebnis ist ein Versorgungswasser mit spürbarer Härte, das die geologische Handschrift des Landkreises Gütersloh direkt ins Haus bringt. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich besonders im regionalen Vergleich. Richtung Bielefeld und in Teile des Teutoburger Waldes ändern sich die Untergründe schneller, weil dort Hänge, Sandsteine und wechselnde Grundwasserströme dominieren. Im flachen Umland von Steinhagen, Versmold oder Borgholzhausen bleibt der Einfluss der kalkreichen Lockersedimente jedoch ebenfalls stark, weshalb harte bis mittelhart wirkende Werte kein Zufall sind. Nordrhein-Westfalen insgesamt ist ein Mosaik aus sehr weichem Talsperrenwasser, mittelharten Mischwassern und harten Grundwassergebieten. Halle (Westf.) gehört klar zur mineralreichen Seite dieses Bildes. Der Härtewert ist deshalb kein Ausreißer, sondern Ausdruck eines Ortes, dessen Untergrund das Wasser auf seinem Weg durch die Tiefe deutlich prägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Technische Werke Osning GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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