Wasserhärte in Höchberg

PLZ 97204 · Würzburg, Bayern

34,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

WVV Würzburg

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Praktische Tipps bei 34,6 °dH

Spülmaschine

Bei 34,6 °dH in Höchberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Höchberg liegt mit 34,6 °dH 17,3 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Höchberg
34,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Höchberg liegt mit 34,6 °dH 19,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Höchberg
34,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Waldbüttelbrunn 32,3 °dH hart
Zell a.Main 29,2 °dH hart
Würzburg 41 °dH hart
Veitshöchheim 30,9 °dH hart
Hettstadt 17,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Höchberg

Unter Höchberg liegt kein lockerer Sandboden, sondern der harte Untergrund des Fränkischen Schichtstufenlands. Prägend sind Muschelkalk und darüber gelagerte Mergel und Letten des Keupers, dazu kalkreiche Deckschichten aus der Eiszeit, die aus dem Maintal und vom Rand des Würzburger Beckens verfrachtet wurden. In solchen Gesteinen zirkuliert Wasser langsam, löst dabei Kalk und Magnesium und nimmt auf seinem Weg durch Klüfte und Hohlräume viel Mineralstoff auf. Der Main liegt zwar nah, doch er schneidet tief unterhalb des Ortes durch das Tal und speist Höchbergs Trinkwasser nicht direkt. Entscheidend ist vielmehr das Grundwasser aus den kalkreichen Gesteinspaketen der Umgebung, das wegen der langen Kontaktzeit mit Muschelkalk und Dolomit auf einen sehr hohen Härtewert kommt. 34,6 °dH passen deshalb zu einem Ort, dessen Untergrund stark von karbonatischen Schichten geprägt ist und kaum durch sandige, weichwasserbildende Ablagerungen entschärft wird. Versorgt wird Höchberg vom Trinkwassernetz der WVV, der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH. Das Wasser stammt aus dem regionalen Gewinnungsraum im Würzburger Umland, aus Grundwasserbrunnen im Maintal und in den benachbarten Niederungen, das nach Aufbereitung in das Netz eingespeist wird. Die Lage am Rand von Würzburg, zwischen dem Main und den Hochflächen Richtung Greußenheim, Leinach und Waldbüttelbrunn, sorgt dafür, dass Höchberg nicht auf weiche Oberflächenwässer aus großen Talsperren zurückgreift, sondern auf lokales Grundwasser aus kalkführenden Schichten. Gerade diese Herkunft macht den Unterschied: In vielen Teilen Bayerns kommt Wasser aus alpinen Speichern, aus Talwässern oder aus deutlich weicheren Einzugsgebieten. Höchberg liegt dagegen mitten in einer Gegend, in der der Muschelkalk das Wasser spürbar prägt. Darum ist das Wasser hier härter als in zahlreichen Nachbarorten im Umland und auch härter als in Teilen Frankens, die stärker von Sandstein oder Mischgesteinen beeinflusst sind. Der Ort steht damit exemplarisch für das Würzburger Becken: viel Kalk im Untergrund, mineralreiches Wasser aus örtlichen Brunnen und ein Härtebild, das klar vom Geologie-Mosaik am Main bestimmt wird.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: WVV Würzburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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