Wasserhärte in Hörstel

PLZ 48477 · Steinfurt, Nordrhein-Westfalen

17 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Rheine

Website

Praktische Tipps bei 17 °dH

Spülmaschine

Bei 17 °dH in Hörstel: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Hörstel liegt mit 17 °dH 2,6 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Hörstel
17
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Hörstel liegt mit 17 °dH 2,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hörstel
17
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ibbenbüren 15 °dH hart
Hopsten 15,8 °dH hart
Rheine 19,5 °dH hart
Spelle 17,9 °dH hart
Recke 14,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Hörstel

Zwischen Mittellandkanal, Dortmund-Ems-Kanal und den Auen von Bever und Aa liegt Hörstel in einer Landschaft, die Wasser nicht nur sammelt, sondern auch filtert. Die flachen Niederungen der Westfälischen Bucht wechseln hier mit den Ausläufern des Teutoburger Waldes und den Sand- und Kiesablagerungen alter Flussläufe. Solche Böden lassen Niederschlagswasser rasch versickern, zugleich lösen sie auf dem Weg in den Untergrund Kalk aus den Sedimenten. Genau daraus kommt die Härte von 17 °dH. Das Grundwasser, das Hörstel nutzt, nimmt auf seinem Weg durch Sand, Kies, Mergel und kalkhaltige Schichten viele Mineralien auf und bleibt deshalb deutlich härter als in manchen Moor- und Waldgebieten des Münsterlands. Die Nähe zu den Bächen und Kanälen prägt vor allem den Wasserhaushalt, nicht aber ein weiches Rohwasser. Hörstel liegt damit zwischen zwei Wasserwelten: dem eher mineralreichen Untergrund der Münsterländer Kreide und den sandigen, durchlässigen Niederungen am Rand des Teutoburger Waldes. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Stadtwerke Rheine, die Hörstel mitversorgen und ihr Wasser aus eigenen Grundwasserbrunnen im Umland von Rheine beziehen. Gefördert wird es aus tiefen Brunnen in geschützten Gewinnungsgebieten, aufbereitet und über das Verbundnetz in die Ortsteile verteilt. Talsperren spielen hier keine Rolle; entscheidend sind die Brunnenfelder im sandigen, grundwasserreichen Untergrund der Emsniederung und des westfälischen Tieflands. Gerade diese Herkunft erklärt die stabile mittlere bis hohe Mineralisierung. Hörstel steht damit näher an den Wasserverhältnissen von Rheine, Emsdetten oder Ibbenbüren als an Orten mit deutlich weicherem Wasser auf höher gelegenen Sandzügen. Der Vergleich mit dem Rest von Nordrhein-Westfalen fällt ebenfalls klar aus: Während in Teilen des Sauerlands oder in Regionen mit starker Talsperrenversorgung oft weicheres Wasser ankommt, liefert der nördliche Münsterlandraum häufig härteres Grundwasser, das geologisch älter und stärker mineralisiert ist. Hörstel zeigt damit ein typisches Bild des Kreises Steinfurt, aber mit eigenem Charakter. Die Lage am Rand von Teutoburger Wald, Aa und Bever sorgt für ein Grundwasser, das aus durchlässigen Schichten kommt und unterwegs Kalk und andere Mineralstoffe aufnimmt. Nicht ein einziger Fluss bestimmt den Wert, sondern das Zusammenspiel aus Niederung, Sandflächen, eiszeitlichen Ablagerungen und kalkhaltigem Untergrund. Darin liegt der Unterschied zu vielen Nachbarorten: näher an den Hügeln des Teutoburger Waldes und den alten Flussrinnen ist das Wasser oft etwas mineralreicher, während in nassen Moorbereichen des Münsterlands die Härte niedriger ausfällt. Hörstel liegt genau in diesem Übergang und bekommt deshalb ein spürbar hartes, aber geologisch sehr plausibles Trinkwasser.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Rheine

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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