Wasserhärte in Holsthum

PLZ 54668 · Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz

26 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

Kommunale Netze Eifel AöR

Website

Praktische Tipps bei 26 °dH

Spülmaschine

Bei 26 °dH in Holsthum: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Holsthum liegt mit 26 °dH 12,7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Holsthum
26
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Holsthum liegt mit 26 °dH 11,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Holsthum
26
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Peffingen 11,5 °dH mittel
Schankweiler 11,5 °dH mittel
Ferschweiler 11,5 °dH mittel
Prümzurlay 16 °dH hart
Wolsfeld 12,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Holsthum

26 °dH — was steckt dahinter? Holsthum liegt am Rand der Südeifel, dort, wo Kalk- und Dolomitgestein das Wasser auf seinem Weg prägen. Der Untergrund der Umgebung besteht aus wasserlöslichem Muschelkalk und mächtigen karbonatischen Schichten, die Regen- und Sickerwasser mit Calcium und Magnesium anreichern. Dazu kommt die Lage im Talraum der Enz und nahe der Prüm, mit Zuflüssen aus den Eifelhöhen rund um Bitburg-Prüm. Das Wasser bleibt deshalb deutlich mineralisiert und erreicht in Holsthum einen hart ausgeprägten Wert. Die Böden über dem Kalk speichern zwar Niederschläge, geben sie aber langsam an das Grundwasser weiter; auf dem Weg durch Klüfte und Schichten nimmt es immer mehr Härtebildner auf. Genau diese geologische Signatur macht Holsthum härter als Orte auf sandigeren oder silikatischen Untergründen der westlichen Eifel. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem großen Stausee, sondern aus regionalen Gewinnungsanlagen des Zweckverbands Wasserwerk Bitburg. Versorgt wird Holsthum über Brunnen und Quellen aus dem Versorgungsnetz des Bitburger Landes, das mehrere Eifelorte bündelt und das Rohwasser aus geschützten Fassungsbereichen im Landkreis aufbereitet. Die Mischung aus Quellwasser und Grundwasser wird zentral behandelt und in das Ortsnetz eingespeist; damit bleibt die Versorgung eng an die lokale Geologie gekoppelt. Im Unterschied zu Städten mit Fernwasser aus Talsperren oder weiten Fernleitungen steht hier kein fremdes Wasser im Mittelpunkt, sondern Wasser aus der unmittelbaren Eifellandschaft. Der Vergleich mit den Nachbarorten zeigt den Charakter des Plateaus und der Täler sehr deutlich. In Teilen der westlichen und nördlichen Eifel fallen die Härtewerte oft niedriger aus, weil dort ältere Schiefer- und Sandsteinräume dominieren. Holsthum liegt dagegen näher an kalkgeprägten Zonen des Bitburger Gutlandes und nimmt damit eine härtere Position im Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm ein. Gegenüber Gemeinden mit weicherem Quellwasser wirkt der Unterschied messbar, gegenüber Orten auf denselben Kalkzügen ist er kleiner. Holsthum steht damit für eine Trinkwasserlandschaft, die von Karbonatgestein, lokalen Brunnen und kurzen Wegen zwischen Gewinnung und Ort bestimmt wird.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Kommunale Netze Eifel AöR

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber