Wasserhärte in Hungenroth

PLZ 56281 · Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz

16,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

RheinHunsrück Wasser Zweckverband

Website

Praktische Tipps bei 16,6 °dH

Spülmaschine

Bei 16,6 °dH in Hungenroth: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Hungenroth liegt mit 16,6 °dH 3,3 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Hungenroth
16,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Hungenroth liegt mit 16,6 °dH 1,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hungenroth
16,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Dörth 16,6 °dH hart
Karbach 14 °dH mittel
Leiningen 14 °dH mittel
Norath 16,6 °dH hart
Schwall 16,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Hungenroth

Der Rhein-Hunsrück-Kreis sitzt auf einem alten Schiefer- und Quarzitland, das vom Hunsrückrücken bis an das Mittelrheintal geprägt ist. Harte Gesteine, verwitterte Böden und wenig kalkarme Sedimente bestimmen hier das Bild. Nördlich und westlich schneiden sich Bäche wie der Mühlbach, der Simmerbach und kleinere Seitengerinne tief ein, bevor sie dem Rhein zuströmen. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch Schiefer, Sandstein und teils kalkführende Ablagerungen Mineralien auf. Genau dort liegt der Grund für den Härtewert von 16,6 °dH in Hungenroth: Das Rohwasser kommt nicht aus weichem Hochgebirgsboden, sondern aus einem Untergrund, der Calcium und Magnesium leichter an das Wasser abgibt als viele andere Regionen in Rheinland-Pfalz. Im Vergleich zu den weichen Wässern aus Wald- und Quellgebieten des Westerwalds oder einzelner Eifelstandorte fällt Hungenroth damit deutlich härter aus. Hungenroth selbst bezieht sein Trinkwasser aus der regionalen Verbundversorgung des Zweckverbands Wasserversorgung Rhein-Hunsrück. Das Wasser stammt aus Tiefbrunnen und Quellfassungen im Hunsrückraum und wird über das Leitungsnetz in die Ortsgemeinde eingespeist. Der Verband nutzt dabei vor allem die eigenen Gewinnungsanlagen in der Region und verteilt das aufbereitete Mischwasser über mehrere Hochbehälter und Druckzonen. So erreicht Hungenroth kein fernspezifisches Rheinwasser und auch keine Talsperrenzufuhr wie in anderen Teilen des Landes, sondern ein lokal geprägtes Hunsrück-Wasser, das den geologischen Charakter der Umgebung direkt widerspiegelt. Die Versorgung ist damit eng an die Landschaft zwischen Rhein und Soonwald gebunden. Im Vergleich zu Nachbarorten im Hunsrück zeigt sich Hungenroth eher auf der härteren Seite. Orte mit stärkerem Einfluss von quarzreichen Höhenzügen oder einzelnen weicheren Quellgebieten liegen oft etwas niedriger, während Gemeinden näher an kalkreicheren Schichten oder an gemischten Grundwasserleitern ähnliche Werte erreichen. Gegenüber vielen Teilen von Rheinland-Pfalz, etwa den weichen Vulkan- und Quellwässern aus der Eifel oder dem Pfälzerwald, steht Hungenroth klar im mittleren bis harten Bereich. Die Lage zwischen Rhein und Hunsrückhochfläche macht den Unterschied: Hier dominiert kein einheitlich weiches Bergwasser, sondern ein mineralreicher regionaler Mix aus Grundwasser, Quellanteilen und dem langen Weg durch Schiefer- und Sandsteinfolgen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: RheinHunsrück Wasser Zweckverband

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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