Wasserhärte in Kappelrodeck

PLZ 77876 · Ortenaukreis, Baden-Württemberg

11,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeindewerke Kappelrodeck

Website

Praktische Tipps bei 11,8 °dH

Spülmaschine

Bei 11,8 °dH in Kappelrodeck: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Kappelrodeck liegt mit 11,8 °dH 4,1 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Kappelrodeck
11,8
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Kappelrodeck liegt mit 11,8 °dH 2,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kappelrodeck
11,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sasbachwalden 11,8 °dH mittel
Ottenhöfen im Schwarzwald 10,8 °dH mittel
Seebach 10,9 °dH mittel
Achern 11 °dH mittel
Sasbach 10,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kappelrodeck

Der Ortenaukreis zählt geologisch zu den spannendsten Trinkwasserregionen Baden-Württembergs. Zwischen dem Oberrheingraben und dem steilen Ostabfall des Schwarzwalds wechseln sich durchlässige Kies- und Schotterkörper, sandige Talfüllungen und kristalline Gesteine aus Granit und Gneis ab. Genau diese Schichten prägen das Wasser von Kappelrodeck. Aus dem Talboden und den Seitengräben der Achertal-Landschaft gelangt Niederschlagswasser zunächst durch Lockersedimente, nimmt dabei Kalk und Magnesium nur in begrenztem Maß auf und speist Quellen und Brunnen mit einer mittleren Härte. Die 11,8 °dH passen daher zu einem Ort, der weder am kalkreichen Muschelkalkrand liegt noch auf extrem weichem Hochwaldwasser sitzt, sondern an einer Übergangszone zwischen Schwarzwaldquellen und den mineralreicheren Einflüssen aus dem Rheintal. Kappelrodeck bezieht sein Trinkwasser aus dem örtlichen Quell- und Brunnenverbund des Achertals, der vom kommunalen Wasserwerk über die Hochbehälter in die Ortsteile verteilt wird. Zuständig ist der Zweckverband beziehungsweise die Gemeindeversorgung im Achertal, die die Quellen im Einzugsgebiet des oberen Acher- und Sasbachtals nutzt und mit dem Netz der Region abstimmt. Die Nähe zur Acher und zu ihren Seitentälern ist dabei entscheidend: Hier versickern Niederschläge im Schwarzwaldgestein, treten an Störungszonen und Hanglagen wieder aus und liefern ein Wasser, das spürbar mehr Härte mitbringt als reine Höhenquellen aus dem mittleren Schwarzwald. Anders als viele Orte am Rand der Rheinebene, die oft deutlich härteres Grundwasser aus mächtigen Kiespaketen fördern, bleibt Kappelrodecks Wasser im mittleren Bereich. Der Vergleich mit den Nachbarn zeigt den Charakter des Ortes besonders klar. Hoch oben in den Schwarzwaldlagen westlich und südlich von Kappelrodeck fällt das Wasser oft weicher aus, weil dort das kristalline Grundgebirge dominiert und der Kontakt zu kalkhaltigen Schichten gering bleibt. Richtung Rheintal und Ortenau steigt die Härte vielerorts an, weil die Grundwasserleiter im Lockergestein mehr Mineralien lösen. Kappelrodeck liegt dazwischen und bildet eine Art Übergang von den weichen Bergquellen zu den härteren Talwassern. Genau dieser Standort zwischen Achertal, Hangwald und Rheinebene macht die örtliche Wasserqualität unverwechselbar: ein Schwarzwaldort mit eigenem Quellcharakter, aber spürbarer mineralischer Prägung aus dem Untergrund der Ortenau.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Kappelrodeck

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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