Wasserhärte in Kirchberg i.Wald

PLZ 94259 · Regen, Bayern

10,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Kirchberg im Wald

Website

Praktische Tipps bei 10,8 °dH

Spülmaschine

Bei 10,8 °dH in Kirchberg i.Wald: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kirchberg i.Wald liegt mit 10,8 °dH 6,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kirchberg i.Wald
10,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kirchberg i.Wald liegt mit 10,8 °dH 3,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kirchberg i.Wald
10,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rinchnach 9,7 °dH mittel
Kirchdorf i.Wald 10,8 °dH mittel
Hunding 8 °dH weich
Lalling 8 °dH weich
Schöfweg 6,7 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Kirchberg i.Wald

Kirchberg i.Wald liegt am Rand des Bayerischen Waldes, dort, wo uraltes Grundgebirge den Untergrund prägt. Unter dem Ort stehen vor allem kristalline Gesteine wie Granit und Gneis, dazu verwittertes Verwitterungsmaterial aus Sand, Schluff und steinigem Hangschutt. Diese harte, silikatische Geologie gibt dem Wasser nur wenig Kalk mit auf den Weg. Regen, der durch den Boden sickert, löst kaum Mineralien aus dem Gestein, deshalb bleibt die Härte im mittleren Bereich und steigt nicht in den Bereich der Kalkstandorte des niederbayerischen Hügellands. Auch die kleinen Bäche und Gräben, die aus den bewaldeten Höhen Richtung Rinchnach und Zwieselberg ablaufen, führen eher weiches bis mäßig hartes Wasser nach, weil sie aus denselben armen Gesteinen gespeist werden. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung des Rusel- und Hirschenstein-Gebiets, der diese Höhenorte und ihre Quellfassungen im Bayerischen Wald erschließt. Genutzt werden vor allem geschützte Brunnen und Quellen im Wald- und Hügelland zwischen Rusel, Hirschenstein und den angrenzenden Einzugsgebieten, wo versickerndes Niederschlagswasser langsam durch klüftigen Granit und Gneis wandert. Auf diesem Weg nimmt es nur begrenzt Calcium und Magnesium auf. Genau daraus entsteht der Wert von 10,8 °dH, der für Kirchberg i.Wald typisch ist: nicht kalkarm wie in manchen Quellorten des Hochwalds, aber deutlich weniger hart als in den Löss- und Kalkräumen außerhalb des Bayerischen Waldes. Die Versorgung bleibt damit stark an das lokale Gebirge gebunden, nicht an Fernwasser aus großen Talsperren oder Flusssystemen. Kirchberg i.Wald steht damit zwischen zwei Wasserwelten. Richtung Deggendorf und ins Donautal werden die Böden oft feiner, lössreicher und kalkhaltiger, was Wasserhärten deutlich nach oben treibt. Richtung Regen, Rinchnach und in die Wälder des Vorderen Bayerischen Waldes bleibt das Wasser wegen des kristallinen Untergrunds spürbar mineralärmer. Der Ort liegt also in einem Bereich, in dem der Fels selbst die Wasserchemie formt. Das Trinkwasser trägt die Handschrift des Granits, der Gneise und der vielen Niederschläge am Rand des Nationalparkraums. Genau diese Herkunft macht den mittleren Härtewert von Kirchberg i.Wald so ortstypisch und unterscheidet ihn von den härteren Versorgungsgebieten des Bayerischen Tertiärhügellands und von den oft noch weicheren Quellorten tief im Wald.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Kirchberg im Wald

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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