Wasserhärte in Kördorf

PLZ 56370 · Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz

9,2 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeinde Aar-Einrich

Website

Praktische Tipps bei 9,2 °dH

Spülmaschine

Bei 9,2 °dH in Kördorf: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Kördorf liegt mit 9,2 °dH 4,1 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Kördorf
9,2
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Kördorf liegt mit 9,2 °dH 5,5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kördorf
9,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Herold 14 °dH mittel
Bremberg 14 °dH mittel
Ergeshausen 7,4 °dH weich
Attenhausen 14 °dH mittel
Biebrich 14 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kördorf

Kördorf liegt spürbar anders als viele Orte im westlichen Rheinland-Pfalz. Mit 9,2 °dH liegt das Wasser hier im mittleren Bereich, während in Teilen der Eifel oder in Schwarzwald-ähnlich geprägten Mittelgebirgsräumen oft deutlich weichere Werte vorkommen. Der Grund liegt im Untergrund des Rhein-Lahn-Kreises: rund um Kördorf bestimmen devonische Schiefer, Grauwacken und quarzitische Gesteine das Bild, dazu lössärmere, eher steinige Böden. Solches Gestein gibt im Grundwasser nur begrenzt Calcium und Magnesium ab. Darum bleibt das Wasser nicht hart, aber auch nicht weich. Nördlich und westlich prägen die Täler von Lahn und Rhein mit ihren eingekerbten Nebenbächen die Wasserführung, doch Kördorf selbst liegt auf der Hochfläche des Taunusvorlands, fern von großen Flusswasserwerken. Das sorgt für einen eigenen chemischen Fingerabdruck, der sich von den tieferen Tallagen rund um Nassau oder Bad Ems merklich absetzt. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Rhein-Lahn, der die Ortslage über regionale Gewinnungsanlagen im Raum des Rhein-Lahn-Kreises versorgt. Genutzt werden vor allem Grundwasser aus Tiefbrunnen und Quellwasser aus den höher gelegenen Schiefer- und Quarzitrücken. Diese Quellen und Brunnen liegen in einem Gebiet, das vom Niederschlag der Taunushöhen gespeist wird und nur langsam in die Leitungen abgibt. Talsperren spielen für Kördorf keine prägende Rolle; die Versorgung ist klar auf lokale und regionale Rohwasserfassungen gestützt. Genau das unterscheidet den Ort von manchen Nachbarbereichen am Lahntal, wo Mischungen aus Quellwasser, Brunnenwasser und teils aufbereiteten Verbundmengen üblich sind. Kördorf bleibt damit näher an der geologischen Herkunft des Wassers als viele Orte im dicht vernetzten Versorgungsraum. Im Vergleich mit dem Rest von Rheinland-Pfalz fällt Kördorf vor allem durch seine ruhige, mittelharte Linie auf. Das Land zeigt einen starken Kontrast zwischen sehr weichen Mittelgebirgswasserwerten und härteren Verhältnissen in kalkreicheren Zonen am Rand des Oberrheins oder in einzelnen Muschelkalkgebieten. Kördorf liegt dazwischen, aber klar auf der Seite des schiefergeprägten Taunus. Nachbarorte mit ähnlicher Höhenlage teilen oft diesen Charakter, doch schon wenige Kilometer Richtung Lahn oder in Richtung kalkreicherer Landschaften kann das Wasser spürbar mineralischer werden. Der Ort bleibt damit ein typisches Beispiel für das westliche Rhein-Lahn-Gebiet: kein Flusswasser aus großer Ferne, kein kalklastiger Ausreißer, sondern ein vom Untergrund geformtes Trinkwasser mit lokalem Profil.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeinde Aar-Einrich

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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