Wasserhärte in Kottenborn

PLZ 53518 · Ahrweiler, Rheinland-Pfalz

12 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

SWB Regional

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Praktische Tipps bei 12 °dH

Spülmaschine

Bei 12 °dH in Kottenborn: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Kottenborn liegt mit 12 °dH 1,3 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Kottenborn
12
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Kottenborn liegt mit 12 °dH 2,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kottenborn
12
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wimbach 12,9 °dH mittel
Barweiler 12,8 °dH mittel
Wiesemscheid 12 °dH mittel
Quiddelbach 12 °dH mittel
Honerath 12,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kottenborn

Unter Kottenborn liegt kein junges Flussdelta, sondern der harte Unterbau der Eifel. Der Ort sitzt auf devonischem Schiefer, Grauwacke und Sandstein, die vor sehr langer Zeit im Rheinischen Schiefergebirge gefaltet wurden. Später haben Frost, Regen und die Bäche der Ahr-Eifel das Gestein zerlegt. Aus dem Verwitterungsmaterial entstanden saure, eher nährstoffarme Böden, die nur wenig Kalk an das Wasser abgeben. Darum bleibt die Härte hier nicht niedrig, aber auch nicht extrem hoch: 12 °dH passen zu einem Grundwasser, das auf seinem Weg durch Kluftsysteme, Schieferlagen und einzelne Mergelreste Mineralien aufnimmt, ohne in Kalkgebieten der westlichen Vulkaneifel oder der Muschelkalkzone deutlich härter zu werden. Die Lage am Rand des Ahrgebiets wirkt mit. Niederschläge versickern in den Hanglagen, sammeln sich in kleinen Quellen und Schichtwassern und speisen Brunnen, die geologisch eher von der Eifel als vom Rhein beeinflusst sind. Das Trinkwasser kommt nach heutigem Stand aus dem Netz der Stadtwerke Adenau, die in dieser Höhenlage mehrere Ortslagen und Weiler versorgen. Die Versorgung stützt sich hier auf Quellwasser und Brunnen aus dem Einzugsraum der Hocheifel, teils ergänzt durch Aufbereitung und Verbundleitungen aus dem regionalen Verbandssystem. Gerade die Mischung aus eigenem Quellaufkommen und überörtlicher Einspeisung hält den Härtewert im mittleren Bereich. Anders als Orte weiter östlich Richtung Rhein, wo Kalk- und Lössböden das Wasser oft spürbar härter machen, bleibt Kottenborn mineralisch ruhiger. Gegenüber tieferen Ahrorten wirkt das Wasser weniger vom Talgrund geprägt, weil es nicht erst durch mächtige Sedimentpakete fließt, sondern aus dem kühlen, schieferdominierten Höhenland kommt. Damit steht Kottenborn zwischen zwei Welten der Region. Die Nachbarschaft zu Wimbach, Barweiler, Wiesemscheid und Adenau zeigt den typischen Eifelkontrast: kurze Wege, aber unterschiedliche Gesteinsuntergründe und damit verschiedene Wassercharaktere. Während im weiteren Rheinland-Pfalz vielerorts Kalkstein, Löss oder Muschelkalk die Härte nach oben treiben, bleibt Kottenborn in der mittleren Zone. Die 12 °dH spiegeln den geologischen Mittelweg der Nordwest-Eifel. Kein reines Quellwasser aus nacktem Fels, kein hartes Flussrandwasser aus kalkreichen Schichten, sondern ein Trinkwasser, das den langen Weg durch Schiefer, Sandstein und einzelne Mergeladern des Ahrgebiets sichtbar mitträgt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: SWB Regional

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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