Wasserhärte in Langewahl

PLZ 15518 · Oder-Spree, Brandenburg

20,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Beeskow und Umland

Website

Praktische Tipps bei 20,1 °dH

Spülmaschine

Bei 20,1 °dH in Langewahl: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Langewahl liegt mit 20,1 °dH 3,7 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Langewahl
20,1
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Langewahl liegt mit 20,1 °dH 5,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Langewahl
20,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Berkenbrück 17 °dH hart
Fürstenwalde/Spree 20,3 °dH hart
Bad Saarow 18,5 °dH hart
Rauen 17 °dH hart
Steinhöfel 20,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Langewahl

20,1 °dH markiert in Langewahl Wasser aus einem klar geprägten Grundwasserraum der Eiszeitlandschaft. Der Ort liegt zwischen sandigen Niederungen und den Grundmoränenzügen des Oder-Spree-Gebiets. Unter den lockeren Deckschichten liegen glaziale Sande, Kiese und teils lehmige Einschaltungen; genau dort wird Kalk aus dem Untergrund gelöst, bevor das Wasser in die Förderbrunnen gelangt. Die Nähe zur Scharmützelsee- und Spreewald-Region, die weiten Schmelzwassertäler und die Böden aus Sand mit wechselnden Geschiebelehmen geben dem Wasser seinen mittleren bis höheren Mineralgehalt. Harte Werte entstehen hier nicht aus einem einzelnen Felsen, sondern aus vielen Metern quartärer Ablagerungen, die das Wasser auf seinem Weg durchlaufen muss. Langewahl liegt damit geologisch näher an den märkischen Grundwasserleitern als an weichen Oberflächenwässern, und genau das prägt den Messwert. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem See, sondern aus Tiefbrunnen der regionalen Grundwassergewinnung. Zuständig ist der Wasser- und Abwasserzweckverband Oder-Spree, der die Versorgung im Landkreis bündelt und das Wasser über die örtlichen Leitungen nach Langewahl bringt. Genutzt werden gefasste Grundwasserströme aus den sandigen Wasserleitern der Umgebung, gereinigt in Aufbereitungsanlagen des Verbands und anschließend ins Netz eingespeist. Talsperren spielen hier keine Rolle, Quellen ebenso wenig; entscheidend sind die Brunnenfelder im wasserreichen, aber geologisch stark gefilterten Untergrund zwischen Fürstenwalde, Beeskow und den kleinen Orten des Scharmützelsee-Vorlands. Im Vergleich zu vielen Teilen Brandenburgs liegt Langewahl am oberen Rand dessen, was im Land noch als mittlere Härte durchgeht. In weiten Teilen der Mark dominieren sehr weiche bis mäßig harte Werte, besonders dort, wo oberflächennahe, sandige Schichten nur wenig Mineralien abgeben. Langewahl hebt sich davon ab, weil die Grundwasserleiter hier länger mit kalkhaltigen Sedimenten in Kontakt stehen. Auch gegenüber Nachbarorten im Oder-Spree-Gebiet fällt der Ort damit als mineralreicher Standort auf, während Orte mit stärkerem Sander-Untergrund meist weichere Werte melden. Der Härtewert spiegelt also nicht nur den Brunnenstandort, sondern die ganze Eiszeitspur der Landschaft zwischen Spree, Seen und den flachen Höhen des Landkreises wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Beeskow und Umland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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