Wasserhärte in Leiferde

PLZ 38542 · Gifhorn, Niedersachsen

20,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Gifhorn

Website

Praktische Tipps bei 20,5 °dH

Spülmaschine

Bei 20,5 °dH in Leiferde: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Leiferde liegt mit 20,5 °dH 7,5 °dH über dem Durchschnitt (13 °dH).

Leiferde
20,5
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Leiferde liegt mit 20,5 °dH 5,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Leiferde
20,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hillerse 20,5 °dH hart
Ribbesbüttel 14 °dH mittel
Meinersen 20,2 °dH hart
Rötgesbüttel 19,9 °dH hart
Adenbüttel 20,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Leiferde

Zwischen Aller und Oker, auf den flachen Niederungen des Gifhorner Landes, trifft Leiferde auf ein Untergrundbild aus Sanden, Kiesen und eiszeitlichen Ablagerungen. Diese Schichten speichern Grundwasser, doch sie filtern nur wenig Kalk aus dem Wasser, weil das Wasser auf seinem Weg durch die norddeutsche Ebene immer wieder an kalkhaltige Sedimente und ältere Gesteinsreste gelangt. So steigt die Härte in Leiferde auf 20,5 °dH. Die Landschaft mit ihren breiten Auen, kleinen Geländewellen und abflussarmen Senken wirkt dabei wie ein Sammelbecken: Regen versickert, Grundwasser bildet sich, und entlang der Niederungen von Aller und Oker wird es nach und nach mineralreicher. Genau darin liegt der Unterschied zu Orten mit stärker sandigen, nährstoffärmeren Böden in der Lüneburger Heide, wo das Wasser oft weicher ausfällt. Auch gegenüber vielen Teilen Niedersachsens liegt Leiferde damit klar im harten Bereich und näher an den kalkreicheren Versorgungsgebieten des Nordostens als an den weichen Harzwässern oder den mageren Heidequellen. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlich und regional gefassten Grundwasserbrunnen, die der Wasserversorger entlang der natürlichen Grundwasserleiter im Landkreis Gifhorn nutzt. Zuständig ist der Wasserverband Gifhorn, der das Rohwasser aus Brunnenfeldern gewinnt, aufbereitet und in das Leitungsnetz einspeist. Die Förderung folgt den wasserreichen Sand- und Kieszonen, wie sie sich zwischen Leiferde, Gifhorn, Meinersen und den Auen der Aller ziehen. Quellen spielen hier kaum eine Rolle; entscheidend sind die tieferen Grundwasserstockwerke unter den Niederungen. Die Lage zwischen Flussauen und leicht erhöhten Geestrücken macht die Region wasserwirtschaftlich besonders: genug Neubildung, aber auch genügend Mineralien, um das Wasser deutlich härter werden zu lassen. Leiferde steht damit anders da als viele Nachbarorte im westlichen Niedersachsen, wo die Verhältnisse oft etwas weicher ausfallen, und auch anders als der Harzraum, dessen Quellwässer ganz andere Werte zeigen. Im Landkreis Gifhorn prägen die sandigen Ebenen zwar große Grundwasservorkommen, doch die mineralische Belastung ist hier spürbar höher als in reinen Heide- oder Moorlandschaften. Wer aus Richtung Celle, Wittingen oder der südlichen Heide kommt, merkt die Unterschiede im Netz meist schon an der Ablagerung von Kalkspuren. Leiferde liegt also in einem Übergangsraum: kein Bergland, keine Talsperre, sondern ein von Aller und Oker geformter Grundwasserstandort mit hartem, regional typischem Wasser aus der Gifhorner Ebene.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Gifhorn

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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