Wasserhärte in Mittelpöllnitz

PLZ 07819 · Saale-Orla-Kreis, Thüringen

17,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal

Website

Praktische Tipps bei 17,2 °dH

Spülmaschine

Bei 17,2 °dH in Mittelpöllnitz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Mittelpöllnitz liegt mit 17,2 °dH 3,7 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Mittelpöllnitz
17,2
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Mittelpöllnitz liegt mit 17,2 °dH 2,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Mittelpöllnitz
17,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Geroda 15,5 °dH hart
Harth-Pöllnitz 15,3 °dH hart
Triptis 16,8 °dH hart
Lederhose 15,3 °dH hart
Schwarzbach 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Mittelpöllnitz

Der Saale-Orla-Kreis liegt am Übergang vom Thüringer Schiefergebirge zum Thüringer Holzland und damit in einer Landschaft, in der Sandsteine, Tonschiefer, Buntsandstein und verwitterte Festgesteine das Grundwasser prägen. Südlich und östlich von Mittelpöllnitz greifen die flachwelligen Hochflächen und Mulden des Orlasenke-Raums ineinander; Bäche wie die Kleine Ströbitz und die Orla selbst sammeln Niederschläge nur langsam, während das Wasser in den Böden und Klüften des Untergrunds unterwegs ist. Auf dem Weg löst es Kalk- und Magnesiumanteile aus den Gesteinsschichten und erreicht deshalb in Mittelpöllnitz einen Härtewert von 17,2 °dH. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern Ausdruck der regionalen Geologie: wenig reiner Quellcharakter, viel Kontakt mit mineralreichen Schichten und ein Einzugsgebiet, das eher von Grundwasser als von großen Talsperren lebt. Mittelpöllnitz wird über das örtliche Netz des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal versorgt, der die Region mit Trinkwasser aus dem Verbundsystem der Thüringer Fernwasserversorgung und aus regionalen Brunnen speist. Maßgeblich sind Grundwasserfassungen im südostthüringischen Versorgungsraum, ergänzt durch aufbereitetes Wasser aus dem Fernwassernetz, das aus den großen Speicher- und Gewinnungsgebieten des Thüringer Schiefergebirges nachgeführt wird. Damit stammt das Wasser nicht aus einer einzigen Quelle vor Ort, sondern aus einem Mischsystem, das je nach Betriebszustand zwischen lokalen Brunnen und überregionaler Einspeisung wechselt. Genau dieser Verbund erklärt, warum Mittelpöllnitz nicht wie ein reiner Quellort mit weichem Wasser dasteht, sondern einen spürbar härteren Charakter behält. Im Vergleich zu vielen Orten im Thüringer Wald oder am Rand der großen Talsperren fällt Mittelpöllnitz deutlich härter aus. Orte mit stärkerem Einfluss von oberflächennahem Stauwasser oder quarzreichen Gesteinen melden oft weichere Werte, während das nördliche und östliche Saale-Orla-Land häufiger mittlere bis harte Härten zeigt. Gegenüber Nachbarorten wie Triptis, Auma oder den kleineren Dörfern im selben Verband wirkt Mittelpöllnitz damit eher mineralisch und standorttypisch für die offene, landwirtschaftlich geprägte Hochfläche zwischen Orla und den sanften Höhenzügen. Thüringen ist beim Trinkwasser insgesamt sehr unterschiedlich gebaut: von weichen, gebirgsnahen Versorgungen bis zu deutlich härteren Mischwässern im Muschelkalk- und Buntsandsteinraum. Mittelpöllnitz gehört klar zur härteren Seite dieses Spektrums und spiegelt damit den geologischen Untergrund des Saale-Orla-Kreises besonders deutlich wider.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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