Wasserhärte in Mülheim-Kärlich

PLZ 56218 · Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz

16,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Weißenthurm - Wasserwerk

Website

Praktische Tipps bei 16,1 °dH

Spülmaschine

Bei 16,1 °dH in Mülheim-Kärlich: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Mülheim-Kärlich liegt mit 16,1 °dH 2,8 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Mülheim-Kärlich
16,1
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Mülheim-Kärlich liegt mit 16,1 °dH 1,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Mülheim-Kärlich
16,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kettig 14,6 °dH hart
Weißenthurm 14,6 °dH hart
Urmitz 14,6 °dH hart
Bassenheim 16,1 °dH hart
Neuwied 14 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Mülheim-Kärlich

Unter Mülheim-Kärlich liegt kein junges Kalkgebirge, sondern ein Untergrund aus Rhein- und Moselschottern, Sanden, Kiesen und feinkörnigen Auenablagerungen, die der Rhein in den Niederungen des Neuwieder Beckens und am Rand des Mittelrheins abgelagert hat. Diese Schichten sitzen auf älteren Gesteinen der Eifel und des Westerwaldes, aus denen Niederschlag und Quellwasser ständig Mineralien lösen. Auf dem Weg durch die lockeren Kiese und Sande nimmt das Wasser vor allem Calcium und Magnesium auf. So entsteht der harte Wert von 16,1 °dH. Auch der nahe Rhein prägt das Bild: Er speist die Grundwasserleiter mit mineralreichem Uferfiltrat, das durch die Schotterkörper wandert und dabei weiter aufhärtet. Lehmige und mergelige Anteile im Untergrund bremsen den Abfluss zusätzlich und halten das Wasser länger in Kontakt mit dem Gestein. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus dem Netz des Zweckverbands für Wasserversorgung Eifel-Mosel. Er bezieht sein Wasser aus Grundwasserfassungen und Brunnen im Verbandsgebiet, vor allem aus den wasserreichen Niederungen entlang von Rhein und Mosel sowie aus geschützten Quell- und Tiefbrunnenbereichen im Umland. Mülheim-Kärlich liegt damit nicht an einer Talsperre, sondern an einem System aus gefördertem Grundwasser, das nach der Aufbereitung in die Leitungen eingespeist wird. Die Lage zwischen Rhein, Mosel und den Randhöhen von Eifel und Westerwald macht den Unterschied: Das Wasser ist deutlich mineralischer als in Orten, die aus weicheren Schiefer- oder Quellgebieten versorgt werden, und härter als viele andere Orte in Rheinland-Pfalz, wo Mittelgebirge mit sauren, wenig kalkhaltigen Gesteinen den Härtegrad drücken. Im direkten Vergleich fällt Mülheim-Kärlich in der Region durch den Einfluss des Rheinufers und der Schotterflächen auf. Koblenz, Weißenthurm und Kettig teilen ähnliche geologische Voraussetzungen, weil sie ebenfalls im erweiterten Rheintal liegen. Richtung Eifel und Hunsrück sinkt die Härte oft spürbar, weil dort Schiefer, Basalt oder quarzarme Sandsteine das Wasser weniger mit Mineralstoffen anreichern. Mülheim-Kärlich steht damit an einer Schnittstelle: nah genug am Fluss, um von mächtigen Grundwasserleitern zu profitieren, und zugleich auf Böden gebaut, die die Härte des Wassers sichtbar mitprägen. Genau daraus entsteht der Ortstypus eines hartes, aber regional klar erklärbares Trinkwassers.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Weißenthurm - Wasserwerk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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