Wasserhärte in Munderkingen

PLZ 89597 · Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg

17,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Fernwasserversorgung Ulm

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Praktische Tipps bei 17,6 °dH

Spülmaschine

Bei 17,6 °dH in Munderkingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Munderkingen liegt mit 17,6 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Munderkingen
17,6
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Munderkingen liegt mit 17,6 °dH 2,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Munderkingen
17,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rottenacker 17,6 °dH hart
Untermarchtal 18,7 °dH hart
Emerkingen 17,6 °dH hart
Hausen am Bussen 18,2 °dH hart
Unterwachingen 18,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Munderkingen

Munderkingen liegt beim Härtegrad deutlich über dem baden-württembergischen Mittel und auch spürbar über vielen Orten im Donautal. 17,6 °dH sind ein Zeichen für Wasser, das auf seinem Weg viel Kalk gelöst hat. Der Grund liegt in der Geologie der Alb-Donau-Region: Kalkstein, Mergel und Dolomit aus der Schwäbischen Alb prägen den Untergrund, dazu kommen verkarstete Schichten mit vielen Spalten und Klüften. Regenwasser sickert rasch ein, fließt lange durch kalkreiche Gesteine und nimmt dabei Calcium und Magnesium auf. Die Donau selbst sorgt nicht für weiches Wasser, sondern markiert vor allem das Tal, in dem sich diese geprägten Grundwasserströme sammeln. Darum fällt Munderkingen härter aus als manche Orte auf der Albhochfläche und auch anders als Gemeinden mit stärkerem Anteil an weichendem Hang- oder Waldwasser. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und der Fernwasserversorgung Ulm. Für Munderkingen wird das Wasser über die regionale Versorgung in das Netz eingespeist; als Herkunftsraum steht damit vor allem aufbereitetes Donauwasser aus den Gewinnungsanlagen der Fernwasserversorgung im Raum Langenau und dem Donauried im Hintergrund. Dort wird Rohwasser gefasst, aufbereitet und über das Leitungsnetz in den Alb-Donau-Kreis verteilt. Die Lage an der Donau ist dabei entscheidend: Der Fluss prägt nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die großräumige Wasserwirtschaft zwischen Ulm, Ehingen und dem unteren Donautal. Munderkingen bezieht also kein Gebirgsquellwasser aus einer einzelnen Quelle am Ort, sondern regional aufbereitetes Netzwasser aus einem weit verzweigten Versorgungssystem. Der Vergleich mit den Nachbarorten zeigt die besondere Stellung des kleinen Donauorts deutlich. In Richtung Ehingen, Rottenacker oder Untermarchtal liegen ebenfalls Kalklandschaften, doch die örtlichen Mischungen aus Grundwasser, Fernwasser und regionalen Einspeisungen können spürbar abweichen. Gegenüber vielen Teilen von Baden-Württemberg, etwa im Schwarzwald oder in Gegenden mit mehr Sandstein und weicheren Grundwasservorkommen, ist Munderkingen klar auf der harten Seite. Der Ort steht damit typisch für das südliche Albvorland: kalkreich, hydrologisch eng an die Donau gebunden und wasserwirtschaftlich eng mit dem regionalen Verbund vernetzt. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt ein Produkt der schwäbischen Karstlandschaft und der Donauversorgung zugleich.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Fernwasserversorgung Ulm

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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