Wasserhärte in Nidda

PLZ 63667 · Wetteraukreis, Hessen

18,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Stadt Nidda

Website

Praktische Tipps bei 18,7 °dH

Spülmaschine

Bei 18,7 °dH in Nidda: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Nidda liegt mit 18,7 °dH 3 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Nidda
18,7
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Nidda liegt mit 18,7 °dH 4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nidda
18,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ranstadt 17,1 °dH hart
Ortenberg 18,3 °dH hart
Echzell 19,9 °dH hart
Hungen 18,5 °dH hart
Glauburg 21 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Nidda

Unter Nidda liegt kein einheitlicher Kalkstock, sondern ein Mosaik aus Buntsandstein, Tonen, Mergeln und tertiären Sedimenten des Wetterauer Beckens. Der Ort sitzt am Rand einer Senke, die sich zwischen Vogelsberg und Taunus geöffnet hat. Dort lagerten sich über lange Zeit feinkörnige Sande, Mergel und tonige Schichten ab, später kamen Löss und Auenmaterial von Nidda, Wetter und den kleineren Zuflüssen hinzu. Diese Schichten prägen das Grundwasser besonders stark, weil sie gelöste Calcium- und Magnesiumanteile aufnehmen. Darum erreicht Nidda mit 18,7 °dH einen klar harten Wert. Die Uferbereiche der Nidda und die fruchtbaren Böden des Wetteraukreises tragen ihren Teil bei, doch der hohe Härtegrad stammt vor allem aus dem mineralreichen Untergrund, der im Becken deutlich kalk- und mergelreicher ist als viele silikatische Mittelgebirgsräume in Hessen. Das Trinkwasser stammt vor Ort aus dem Netz der Stadtwerke Nidda. Die Versorgung wird aus eigenen Tiefbrunnen und aus regionalen Wasserwerken gespeist, die das Grundwasser aus den Schichten des Wetterauer Beckens fördern. Dort wird Wasser aus den sandigen und kiesigen Grundwasserleitern gewonnen, die zwischen den tonigen Lagen liegen und von den Niederungen der Nidda und ihrer Nebenbäche gespeist werden. Diese Brunnen liegen nicht weit von den Siedlungen entfernt, aber geologisch in einer ganz eigenen Welt: unter landwirtschaftlich genutzten Böden, unter Auenlehm und unter den Lockersedimenten, die seit der Eiszeit in das Becken getragen wurden. Der Versorger mischt diese Fördermengen so, dass die örtliche Härte von 18,7 °dH im Netz ankommt und damit direkt die Herkunft aus dem mineralreichen Untergrund widerspiegelt. Gegenüber Orten auf den höheren, eher silikatischen Lagen des Vogelsbergs wirkt Nidda deutlich härter. Dort sind Basalt und vulkanische Gesteine verbreitet, das Grundwasser bleibt oft weicher. Auch im Vergleich zu manchen Taunusorten fällt Nidda durch seine Beckenlage auf: Im Wetterauer Raum sammeln sich die Härtebildner stärker an, weil das Wasser länger mit mergeligen und kalkhaltigen Sedimenten in Kontakt bleibt. Genau diese geologische Stellung macht Nidda innerhalb Hessens besonders. Zwischen Bad Salzhausen, Borsdorf, Ober-Lais und den Nachbarorten im Wetteraukreis zeigt sich derselbe regionale Zug, doch Nidda liegt mitten in einer der bekanntesten Hartwasserzonen des Landes. Das Trinkwasser trägt diese Landschaft direkt in die Leitung.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadt Nidda

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber