Wasserhärte in Niedernhall

PLZ 74676 · Hohenlohekreis, Baden-Württemberg

17,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW)

Website

Praktische Tipps bei 17,2 °dH

Spülmaschine

Bei 17,2 °dH in Niedernhall: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Niedernhall liegt mit 17,2 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Niedernhall
17,2
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Niedernhall liegt mit 17,2 °dH 2,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Niedernhall
17,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Weißbach 17 °dH hart
Ingelfingen 13 °dH mittel
Forchtenberg 16,5 °dH hart
Künzelsau 20,9 °dH hart
Zweiflingen 16,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Niedernhall

Niedernhall liegt beim Härtegrad nicht im weichen Bereich, wie viele Orte am Rand des Schwarzwalds oder im Neckartal, sondern klar im hart kalkgeprägten Muster des Hohenlohekreises. 17,2 °dH passen zu einer Landschaft, in der Muschelkalk und andere karbonatische Gesteine das Wasser auf seinem Weg prägen. In den Tälern von Kocher und Sall, zwischen Niedernhall, Künzelsau und Ingelfingen, löst das Wasser über lange Zeit Kalk aus dem Untergrund. Dadurch steigt der Gehalt an Calcium und Magnesium. Der Kocher selbst bringt kein weiches Wasser mit, sondern spiegelt die Geologie des Hohenloher Landes wider. Das unterscheidet Niedernhall deutlich von Orten mit kristallinem Grundgebirge oder von Regionen, in denen das Trinkwasser aus tieferen, weniger kalkreichen Schichten gefasst wird. Auch im Vergleich zum Landesdurchschnitt von Baden-Württemberg liegt Niedernhall damit eher auf der harten Seite, typisch für die fränkisch geprägten Hochebenen im Norden des Landes. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Nordostwürttemberg, der die Stadt über regionale Gewinnungsanlagen und Verbundleitungen versorgt. Das Wasser kommt nicht aus einer einzelnen Quelle am Ort, sondern aus einem Mischsystem aus Brunnen und gefassten Vorkommen im Versorgungsgebiet, das auf den südlichen und östlichen Teil des Hohenlohekreises ausgerichtet ist. Entscheidend ist dabei die Mischung aus Grundwasser, das durch die kalkreichen Schichten des Muschelkalks geflossen ist, und den regionalen Aufbereitungs- und Speicheranlagen des Verbands. Gerade diese Struktur sorgt dafür, dass Niedernhall nicht von kleinräumigen Quellschwankungen abhängt, sondern an ein überörtliches Netz mit klar definiertem Versorgungsraum angeschlossen ist. Im direkten Umfeld zeigen sich ähnliche Werte vor allem dort, wo der Untergrund ebenfalls vom Muschelkalk bestimmt wird. Niedernhall liegt damit näher an den harten Wasserverhältnissen von Ingelfingen, Künzelsau oder Forchtenberg als an Orten mit deutlich weicherem Wasser im Schwarzwaldvorland oder auf Buntsandsteinstandorten. Der Unterschied ist geologisch sichtbar: Hier dominiert das kalkreiche Fluss- und Hügelland des Kochertals, dort oft ein anderer Untergrund mit weniger gelösten Mineralien. Niedernhall bleibt deshalb ein typischer Ort für hartes Trinkwasser in Nordosten Baden-Württembergs. Der Wert von 17,2 °dH ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Landschaft, Gestein und regionaler Wassergewinnung im Hohenlohekreis.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg (NOW)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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