Wasserhärte in Nistertal

PLZ 57647 · Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz

7,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Bad Marienberg

Website

Praktische Tipps bei 7,6 °dH

Spülmaschine

Bei 7,6 °dH in Nistertal reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Nistertal liegt mit 7,6 °dH 5,7 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Nistertal
7,6
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Nistertal liegt mit 7,6 °dH 7,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nistertal
7,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Enspel 6,7 °dH weich
Alpenrod 7,2 °dH weich
Stockum-Püschen 6,8 °dH weich
Hardt 7,6 °dH weich
Unnau 6,1 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Nistertal

Unter Nistertal liegt kein Kalkstock, sondern der harte Rücken des Westerwaldes: devonischer Schiefer, Grauwacke und quarzreiche Sandsteine prägen den Untergrund. Diese Gesteine stammen aus einem uralten Meeresraum, wurden gefaltet, gehoben und später von Bächen zerschnitten. Darüber liegt ein dünner, meist saurer Verwitterungsboden, der nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser abgibt. Die Nister und ihre Seitenbäche waschen zwar ständig Mineralien aus dem Einzugsgebiet, doch sie fließen über silikatisches Gestein und nicht über mächtige Kalk- oder Mergelschichten. Deshalb bleibt das Wasser in Nistertal mit 7,6 °dH im weichen Bereich. Auch der Westerwaldkreis insgesamt ist von Basaltkuppen, Schiefern und Sandsteinzügen geprägt; die harte Kalksignatur, wie sie aus Muschelkalk- oder Lösslandschaften bekannt ist, fehlt hier weitgehend. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund der Verbandsgemeindewerke Bad Marienberg, die Nistertal über örtliche Quellen und Brunnen im Nistertaler und Hachenburger Raum versorgen. Genutzt werden vor allem geschützte Grundwasservorkommen aus den zersetzten Schiefer- und Sandsteinpaketen sowie Quellfassungen aus den Talhängen. Diese Rohwässer werden aufbereitet, gesammelt und in das Netz eingespeist; ergänzt wird die Versorgung je nach Betriebszustand durch Verbundleitungen aus dem regionalen Wasserwerkssystem des oberen Westerwaldes. Die Lage im engen Nistertal hält den Einfluss kalkreicher Fremdwässer gering, während Niederschläge auf den bewaldeten Höhenzügen rasch in die Böden einsickern und dort ein eher weiches Grundwasser bilden. So entsteht ein Wasserbild, das sich deutlich von Orten unterscheidet, die auf Muschelkalk, Löss oder stark mineralisierten Tiefbrunnen sitzen. Gegenüber Nachbarorten wie Hachenburg, Bad Marienberg oder den höher gelegenen Westerwaldgemeinden fällt Nistertal durch ein eher ausgeglichenes, weiches Profil auf. Viele Orte im Kreis liegen zwar ebenfalls auf Schiefer und Basalt, doch dort mischen sich teils andere Quellen, längere Leitungswege oder mineralreichere Brunnen in die Versorgung. Im weiteren Rheinland-Pfalz ist der Kontrast noch größer: Die Mosel- und Rheingegenden bringen an manchen Stellen deutlich härteres, kalkreicheres Wasser hervor, während Nistertal vom silikatischen Mittelgebirge geprägt bleibt. Genau dieser Untergrund, die Nister als Sammelader der Talböden und die regionale Quellenversorgung formen den Charakter des Trinkwassers vor Ort.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Bad Marienberg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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