Wasserhärte in Oberstreu

PLZ 97640 · Rhön-Grabfeld, Bayern

21,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Oberstreu

Website

Praktische Tipps bei 21,8 °dH

Spülmaschine

Bei 21,8 °dH in Oberstreu: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Oberstreu liegt mit 21,8 °dH 4,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Oberstreu
21,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Oberstreu liegt mit 21,8 °dH 7,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Oberstreu
21,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mellrichstadt, St 21,2 °dH hart
Unsleben 20 °dH hart
Hendungen 22,7 °dH hart
Bastheim 20,1 °dH hart
Hollstadt 21,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Oberstreu

Zwischen Streu, Saale und den offenen Hügeln der Rhön liegt Oberstreu auf einem Untergrund, der Wasser nicht nur sammelt, sondern auch mineralisch auflädt. Die Umgebung aus Muschelkalk, Mergeln und tonigen Schichten gibt dem Niederschlagswasser Zeit, Kalk zu lösen, bevor es in die Trinkwasserbrunnen gelangt. Auch die Täler der Streu und die randnahen Hänge Richtung Mittelgebirge wirken mit: Regen sickert ein, fließt langsam durch geklüftete Gesteine und nimmt dabei Calcium und Magnesium auf. So entsteht der harte Wert von 21,8 °dH, der für den nördlichen Landkreis Rhön-Grabfeld typisch ist, aber in Oberstreu spürbar über den weicheren Werten mancher bayerischer Regionen liegt. Südlich und östlich der Rhön sind viele Wassernetze stärker von Mischwasser geprägt, während hier das lokale Grundwasser den Ton angibt und weniger verdünnt wird. Das Trinkwasser stammt aus den örtlichen Grundwasserfassungen der Wasserversorgung Oberstreu, gespeist aus Brunnen im Streutal und aus dem Einzugsgebiet der nahen Muschelkalk- und Buntsandsteinlagen. Der Betreiber ist die Gemeinde Oberstreu mit ihrer kommunalen Wasserversorgung; das Netz wird vor Ort aus den eigenen Gewinnungsanlagen versorgt, nicht aus einer Talsperre. Die Lage zwischen Mellrichstadt, Unsleben und Münnerstadt sorgt dafür, dass Oberstreu hydrologisch näher an den Quellen und Brunnen der Streu als an Fernwasserstrukturen liegt. Gerade diese lokale Herkunft erklärt den festen, kalkreichen Charakter des Wassers, der im Ort deutlich wahrnehmbar bleibt. Im Vergleich zu vielen Orten in Oberfranken oder im Alpenvorland steht Oberstreu mit 21,8 °dH auf der härteren Seite der bayerischen Bandbreite. Dort kommen häufiger weichere Werte aus anderen Gesteinsräumen oder aus Mischsystemen mit Uferfiltrat und Fernleitungen vor. In Oberstreu bestimmt dagegen das Grundwasser aus dem kalkreichen Untergrund die Qualität direkt. Das Wasser trägt die Handschrift der Landschaft: Streuauen, Muschelkalkrücken und die trockeneren Randlagen der Rhön. Genau darin liegt der Unterschied zum Umland. Der Ort bezieht sein Trinkwasser aus der eigenen geologischen Umgebung, und diese Nähe zwischen Boden, Brunnen und Leitung macht den Charakter des Wassers so klar erkennbar.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Oberstreu

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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