Wasserhärte in Bastheim

PLZ 97654 · Rhön-Grabfeld, Bayern

20,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,1 °dH

Spülmaschine

Bei 20,1 °dH in Bastheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bastheim liegt mit 20,1 °dH 2,8 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Bastheim
20,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bastheim liegt mit 20,1 °dH 5,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bastheim
20,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wollbach 22 °dH hart
Unsleben 20 °dH hart
Oberstreu 21,8 °dH hart
Ostheim v.d.Rhön, St 22 °dH hart
Oberelsbach 15 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bastheim

Bastheim sitzt am Rand der Rhön auf einem Untergrund aus Buntsandstein, Muschelkalk und tonigen Mergeln, dazu kommen in den höheren Lagen Verwitterungsdecken aus Löss und Hangschutt. Diese Schichten sind nicht durch einen einzigen Fluss entstanden, sondern durch ein langes Wechselspiel aus Meeresablagerungen, Hebung und Erosion. Später schnitten Bäche wie die Streu und ihre Nebenläufe Täler in das Gestein, lösten Kalk und Dolomit aus dem Untergrund und führten so viel gelöstes Calcium und Magnesium mit. Genau darin liegt der Grund für den hohen Härtewert von 20,1 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalkreiche Schichten im Landkreis Rhön-Grabfeld viel Mineralstoff mit, bevor es in die Leitungen von Bastheim gelangt. Der Gegensatz ist deutlich. Auf den nährstoffarmen Sandsteinen und den Waldflächen der Rhön sind die Wässer oft weicher, im Muschelkalkgürtel dagegen deutlich härter. Bastheim liegt näher an dieser kalkigen Zone als viele Orte auf dem kristallinen Rhönrücken, und das prägt das Trinkwasser spürbar. Das Trinkwasser stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe. Versorgt wird Bastheim aus eigenen Förderanlagen im regionalen Verbund, vor allem aus Brunnen und Quellen im Umfeld des Streu- und Saaletals, die über Aufbereitung und Verbundleitungen zusammengeführt werden. Die Region arbeitet nicht mit einer Talsperre, sondern mit lokalen Grundwasserressourcen, die in den Schichten unter den Tälern gespeichert sind. Gerade dort, wo Muschelkalk, Mergel und Löss aufeinandertreffen, sammelt sich Wasser in Klüften und Poren und wird anschließend gefasst. Das Ergebnis ist ein hartes, mineralreiches Trinkwasser, das geologisch klar aus dem Untergrund der Rhön gespeist wird und nicht aus weit entfernten Speicherbecken. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten ist sichtbar. Orte auf den höher gelegenen, sandsteinbetonten Flächen der Rhön bekommen oft weichere Wässer, während Bastheim mit seinem kalkigen Untergrund näher an den härteren Versorgungsgebieten des Grabfelds liegt. Auch im Vergleich zu großen Teilen Bayerns fällt der Wert auf, denn in den Alpenrand- und Voralpenregionen wechseln weiche Quellwässer und mittlere Härten häufiger, während hier im Norden Unterfrankens der Muschelkalk den Ton angibt. Bastheim steht damit an einer geologischen Schnittstelle: Rhön oben, Kalk unten, und dazwischen ein Trinkwasser, das die Handschrift der Landschaft deutlich trägt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber