Wasserhärte in Oberteuringen

PLZ 88094 · Bodenseekreis, Baden-Württemberg

17,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Regionalwerk Bodensee Netze GmbH & Co. KG

Website

Praktische Tipps bei 17,7 °dH

Spülmaschine

Bei 17,7 °dH in Oberteuringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Oberteuringen liegt mit 17,7 °dH 1,8 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Oberteuringen
17,7
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Oberteuringen liegt mit 17,7 °dH 3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Oberteuringen
17,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Markdorf 18 °dH hart
Meckenbeuren 18 °dH hart
Friedrichshafen 9,1 °dH mittel
Horgenzell 17,3 °dH hart
Deggenhausertal 19,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Oberteuringen

Zwischen den sanften Hügeln des Linzgaus und den Mulden, die vom Schussental und von kleinen Zuläufen zum Bodensee geprägt sind, sammelt sich bei Oberteuringen Wasser, das auf seinem Weg durch eiszeitliche Moränen, kiesige Schotter und kalkreiche Ablagerungen reichlich Mineralien aufnimmt. Der Untergrund im Bodenseekreis ist stark von den Rückzugsphasen der Gletscher geformt; Schmelzwasser hat Kiese und Sande abgelagert, darüber liegen lehmige Deckschichten und Lössanteile. In diesem Gemisch löst das Grundwasser vor allem Calcium- und Magnesiumverbindungen aus dem Kalk und Mergel der Umgebung. So entsteht der harte Härtewert von 17,7 °dH, der für Oberteuringen typisch ist und die geologische Handschrift der Landschaft direkt ins Trinkwasser überträgt. Die Hänge zwischen Hefigkofen, Bitzenhofen und den offenen Flächen Richtung Friedrichshafen wirken dabei wie Sammelbecken, in denen Niederschläge langsam versickern und über längere Zeit im Untergrund unterwegs sind, bevor sie wieder gefasst werden. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem einzelnen großen See, sondern aus örtlichen Grundwasserfassungen und Brunnen des regionalen Verbunds. Zuständig ist die Regionalwerk Bodensee Netze GmbH & Co. KG, die Oberteuringen über das Bodensee-Wassernetz versorgt und die Einspeisung aus den Gewinnungsanlagen der Bodenseewasserversorgung und regionalen Quellen im Versorgungsgebiet koordiniert. Der Bodensee selbst bildet dabei die strategische Reserve des Systems, doch im Ortsnetz prägt das aufbereitete und verteilte Wasser aus dem regionalen Verbund den Alltag. Die Leitungen verbinden Oberteuringen mit einem Versorgungsraum, der bis Friedrichshafen, Markdorf und die Gemeinden des östlichen Bodenseekreises reicht. Gerade diese Anbindung an das große Netz macht die Herkunft des Wassers hier so speziell: nicht kleinräumig aus einem einzelnen Tal, sondern aus einer Kombination aus See, Grundwasser und regionalen Gewinnungsstellen. Gegenüber vielen Orten in Baden-Württemberg liegt Oberteuringen im harten Bereich deutlich über dem, was in den Schwarzwaldtälern oder auf den Buntsandsteinplatten üblich ist. Dort dominiert oft weicheres Wasser, weil kalkarme Gesteine den Untergrund bilden. Im Bodenseeraum ist es umgekehrt. Die Nähe zu den eiszeitlich geprägten Kieskörpern, den kalkreichen Moränen und dem großen Wasserreservoir des Bodensees sorgt für ein anderes Profil. Auch Nachbarorte wie Friedrichshafen oder Markdorf bewegen sich zwar ebenfalls in einem mineralreichen Bodenseeklima, doch die örtlichen Mischungen im Netz und die Anteile aus den jeweiligen Einspeisungen können spürbar abweichen. Oberteuringen steht damit für den typischen Bodenseekreis: landschaftlich weich geformt, wasserwirtschaftlich eng mit dem See verbunden und chemisch klar auf der harten Seite.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Regionalwerk Bodensee Netze GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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