Wasserhärte in Osterburg (Altmark)

PLZ 39606 · Stendal, Sachsen-Anhalt

15,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Altmark West GmbH

Website

Praktische Tipps bei 15,6 °dH

Spülmaschine

Bei 15,6 °dH in Osterburg (Altmark): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Osterburg (Altmark) liegt mit 15,6 °dH 6 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Osterburg (Altmark)
15,6
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Osterburg (Altmark) liegt mit 15,6 °dH 0,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Osterburg (Altmark)
15,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rochau 15,3 °dH hart
Altmärkische Höhe 17,7 °dH hart
Seehausen (Altmark) 15,5 °dH hart
Goldbeck 17,7 °dH hart
Altmärkische Wische 17,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Osterburg (Altmark)

Unter Osterburg liegt kein Kalkstock, sondern eine eiszeitliche Decke aus Sanden, Kiesen, Geschiebelehm und Moränenmaterial. Diese Schichten wurden von den Gletschern der Saaleeiszeit und späteren Eisvorstößen der Weichselzeit herangeschoben, abgelagert und wieder ausgewaschen. Dazu kommt im Umland der Altmark die offene Niederung des Biesebachs und der unteren Elbe, wo Grundwasser langsam durch sandige Böden sickert und dabei Mineralien aufnimmt. Hartes Trinkwasser mit 15,6 °dH passt zu diesem Untergrund: viel Sand sorgt zwar für gute Versickerung, doch die kalkhaltigen Anteile in Geschiebelehm, Mergelresten und glazialen Sedimenten reichern das Grundwasser mit Calcium und Magnesium an. Osterburg liegt damit deutlich auf der härteren Seite der Altmark, weil hier keine ausgedehnten reinen Sandkörper wie in manchen Heidegebieten dominieren, sondern ein wechselnder Mix aus Moräne, schluffigen Lagen und älteren Schmelzwassersanden. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Grundwasserverbund des Stendaler Landes, erschlossen über Tiefbrunnen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Altmark, die Osterburg mit aufbereitetem Grundwasser beliefern. Solche Brunnen greifen auf mehrere wasserführende Schichten zu, die unter den Ackerflächen zwischen Osterburg, Krevese, Flessau und den Dörfern Richtung Biese liegen. Die Lage fern großer Talsperren und ohne Anschluss an Fernwasser aus Gebirgsräumen macht die Versorgung hier bodennah und regional. Genau deshalb zeigt sich der Härtewert nicht wie in sehr weichen Nordwestgebieten, sondern bleibt im Bereich des altmärkischen Grundwassers, das durch die eiszeitlichen Ablagerungen geformt wurde. Auch im Vergleich mit den Nachbarorten fällt Osterburg auf. Richtung Seehausen und Arendsee dominieren teils andere Sand- und Moorflächen, die Wasser etwas weicher erscheinen lassen können. In Richtung Stendal und Tangerhütte tauchen wieder ähnliche glaziale Lehme und Geschiebemergel auf, doch die lokale Mischung in Osterburg hält den Wert stabil im harten Bereich. Sachsen-Anhalt zeigt insgesamt große Spannweiten: Harzrand und Kalkbereiche liefern oft deutlich härteres Wasser, während reine Sandlandschaften weicher ausfallen. Osterburg liegt dazwischen, aber mit klarer Tendenz zu hartem Grundwasser aus der altmärkischen Eiszeitlandschaft, nicht aus Flusswasser oder Talsperren, sondern aus den unter der Stadt gespeicherten Schichten des Untergrunds.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Altmark West GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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