Wasserhärte in Pürgen

PLZ 86932 · Landsberg am Lech, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Haager Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Pürgen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Pürgen liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Pürgen
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Pürgen liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Pürgen
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schwifting 18 °dH hart
Landsberg am Lech, GKSt 18,9 °dH hart
Penzing 19,6 °dH hart
Hofstetten 19,8 °dH hart
Finning 19,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Pürgen

Der Landkreis Landsberg am Lech liegt am Rand des bayerischen Alpenvorlands, dort, wo eiszeitliche Schotterflächen, Moränenzüge und junge Talräume aufeinanderstoßen. Genau diese Landschaft prägt das Trinkwasser in Pürgen. Unter den Flächen rund um den Lechrain liegen mächtige Kiese und Sande aus der Eiszeit, dazu kalkreiche Ablagerungen aus dem Voralpenraum. Solche Schichten geben dem Wasser unterwegs viel Calcium und Magnesium mit. Der Lech selbst hat das Gebiet über lange Zeit geformt, sein Tal und die benachbarten Schotterkörper bilden bis heute den geologischen Untergrund, aus dem das Grundwasser gespeist wird. Deshalb erreicht Pürgen mit 20 °dH einen harten Bereich, der in dieser Gegend durch die kalkreiche Herkunft des Wassers erklärbar ist. Die Werte fallen nicht zufällig so aus, sondern spiegeln die mineralreichen Gesteine und Böden zwischen Lech und Ammersee wider. Pürgen bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Ammersee-Wasserversorgungsverbands, der die Gemeinde über regionale Tiefbrunnen versorgt. Das Wasser stammt nicht aus einer Talsperre, sondern aus geschützten Grundwasserleitern im westlichen Voralpenland. Dort wird es in Brunnen gefasst, aufbereitet und in das örtliche Leitungsnetz eingespeist. Der Versorger nutzt mehrere Gewinnungsanlagen im Verbandsgebiet, die auf kiesigen, gut durchlässigen Schichten liegen. Gerade diese Schichten speichern sauberes Grundwasser, leiten es aber auch durch Kalk- und Dolomitanteile, was den Härtegrad anhebt. Die Versorgung ist damit eng an die Geologie des Landsberger Lands gekoppelt und nicht an weite Fernleitungen aus dem Alpenraum. Gegenüber vielen Orten in Bayern liegt Pürgen bei der Wasserhärte am oberen Rand. In weiten Teilen des Alpenvorlands und besonders in den Kalkgebieten südlich davon sind ähnliche Werte verbreitet, doch im Vergleich zu Orten mit weicherem Wasser aus Moor-, Sand- oder Quellgebieten fällt Pürgen deutlich mineralreicher aus. Auch im Landkreis Landsberg am Lech gibt es Unterschiede: Gemeinden näher am Lechtal und auf älteren Schotterkörpern zeigen oft andere Härteprofile als Orte, die stärker von Moor- oder Seesystemen beeinflusst werden. Pürgen steht damit eher auf der kalkigen Seite des regionalen Spektrums. Das Trinkwasser erzählt hier die Geschichte des Untergrunds sehr direkt: eiszeitliche Kiese, kalkhaltige Schichten und das vom Lech geprägte Voralpenland formen zusammen den Härtewert, der für den Ort typisch ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Haager Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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