Wasserhärte in Schwifting

PLZ 86940 · Landsberg am Lech, Bayern

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Ammersee-West

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Schwifting: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Schwifting liegt mit 18 °dH 0,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Schwifting
18
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Schwifting liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schwifting
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pürgen 20 °dH hart
Penzing 19,6 °dH hart
Landsberg am Lech, GKSt 18,9 °dH hart
Hofstetten 19,8 °dH hart
Kaufering 20,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Schwifting

18 °dH — was steckt dahinter? Schwifting liegt am Rand des Lechrains, dort, wo die eiszeitlichen Schotter der Würmeiszeit mit ihren groben Kiesen und sandigen Lagen den Untergrund prägen. Solche Ablagerungen speichern Grundwasser gut, lassen es aber auch durch Kalk aus den Gesteinsbröcken und aus dem Schotterkörper anreichern. Der Lech selbst hat diese Landschaft über Jahrtausende aufgebaut: ausgeräumte Kiesflächen, flache Terrassen und durchlässige Böden, aus denen das Wasser viel Mineralstoff aufnimmt, bevor es in die Brunnen gelangt. Darum fällt der Härtewert in Schwifting klar in den harten Bereich und liegt über vielen Orten am westlichen Rand des Voralpenlands, wo jüngere, kalkreiche Schotterdecken dominieren. Das Gebiet rund um Landsberg am Lech ist geologisch kein sanfter Quellhorizont, sondern ein von Fluss und Eis geformter Kiesraum, und genau dort entsteht das Trinkwasser, das Schwifting erreicht. Versorgt wird Schwifting über das Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Ammersee-Gruppe, der im Landkreis Landsberg am Lech zahlreiche Orte mit Trinkwasser beliefert. Das Wasser stammt aus Tiefbrunnen im Lechrain, aus grundwasserführenden Schotterkörpern, die in der Region zwischen Lech, Landsberg und dem nördlichen Voralpenland erschlossen sind. Diese Brunnen fördern Wasser aus dem unterirdischen Kies- und Sandpaket, nicht aus einer Talsperre und nicht aus einem weit entfernten Fernleitungsnetz. Die Aufbereitung bleibt deshalb eng an die lokale Hydrogeologie gebunden: Das Wasser wird dort gewonnen, wo der Lechschotter den natürlichen Speicher bildet. Schwifting hängt damit direkt an der Wassersituation seines Umlands und nicht an einer großen überregionalen Quelle. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist im Detail spürbar. Orte näher am Lech und im gleichen Schottergürtel zeigen meist ebenfalls erhöhte Härte, während Gemeinden mit stärkerem Anteil an Moränenmaterial, kleineren Quellaustritten oder anderer Versorgung teils weichere Werte melden. Im bayerischen Vergleich steht Schwifting damit deutlich über den Regionen mit weicherem Alpenvorlandwasser, aber noch unter manchen stark kalkgeprägten Gebieten Frankens oder des Donauraums. Landsberg am Lech und die Orte der Ammersee-Gruppe teilen sich den geologischen Grundton, doch Schwifting bleibt ein typischer Lechrain-Ort: Wasser aus dem Kies, geprägt vom Eis, vom Lech und von einem Untergrund, der Mineralien nicht zurückhält, sondern an das Trinkwasser weitergibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Ammersee-West

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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