Wasserhärte in Roßwein

PLZ 04741 · Mittelsachsen, Sachsen

23,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft

Website

Praktische Tipps bei 23,9 °dH

Spülmaschine

Bei 23,9 °dH in Roßwein: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Roßwein liegt mit 23,9 °dH 9,1 °dH über dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Roßwein
23,9
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Roßwein liegt mit 23,9 °dH 9,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Roßwein
23,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Striegistal 23,9 °dH hart
Döbeln 26,1 °dH hart
Nossen 22,8 °dH hart
Hainichen 19,7 °dH hart
Kriebstein 23,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Roßwein

Roßwein bezieht sein Trinkwasser heute aus dem Netz der Wasserverband Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft, das in diesem Teil des Mittelsächsischen Hügellands vor allem von Grundwasser aus den Auen und Talräumen der Freiberger Mulde, der Zellwald-Region bei Großschirma und aus weiteren Tiefbrunnen im Versorgungsgebiet gespeist wird. Ergänzt wird die Einspeisung je nach Betriebszustand durch Wasser aus den Verbundanlagen des regionalen Fernwassernetzes in Sachsen, das zwischen Muldegebiet, Erzgebirgsvorland und den Speicheranlagen im Umland verbunden ist. Roßwein liegt dabei nicht an einem großen Talsperrenspeicher am Ort, sondern an einem Mischsystem aus Brunnenwasser und regional aufbereitetem Verbundwasser. Der Versorger ist die Wasserverband Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft, die technische und hydraulische Steuerung läuft über das Netz rund um Döbeln, Roßwein und die Orte entlang der Freiberger Mulde. Der Härtewert von 23,9 °dH passt zu dieser Landschaft. Das Wasser nimmt im Untergrund reichlich Calcium und Magnesium auf, weil es durch Gesteine des sächsischen Grundgebirgsrandes und durch Löss- und Lehmböden der Talhänge sickert. In der Umgebung von Roßwein prägen Gneise, Granitbereiche und verwitterte Sedimente das Einzugsgebiet, dazu kommen kalk- und mineralhaltige Schichten in den Talfüllungen der Mulde. Die Freiberger Mulde selbst bringt keine weiche Bergquellprägung wie im Erzgebirge direkt über der Stadt, sondern entwässert ein großes Gebiet, in dem das Wasser länger mit dem Untergrund in Kontakt bleibt. Genau deshalb landet Roßwein im harten Bereich, obwohl Sachsen insgesamt vielerorts deutlich weichere Werte kennt, vor allem dort, wo Trinkwasser stärker aus Talsperren oder frisch gefassten Mittelgebirgsquellen stammt. Der Unterschied zu Nachbarorten ist deutlich. Döbeln und Hartha liegen im selben wasserwirtschaftlichen Raum, teilen sich aber je nach Netzabschnitt andere Beimischungen aus Brunnen und Fernwasser, weshalb die Härte dort schwanken kann. Richtung Nossen und Meißen werden häufiger Verbundwässer aus anderen sächsischen Liefergebieten eingespeist, oft mit etwas geringerer Mineralfracht. Roßwein bleibt dagegen näher an der Mulde und an den lokalen Grundwasserfassungen des Mittelsächsischen Hügellands. Das ergibt ein Wasser, das regional stabil, aber spürbar härter ist als viele sächsische Stadtwässer aus Talsperrenverbünden. Gerade dieser Mix aus Muldetal, Lössdecken und tiefem Grundwasser macht Roßwein wasserchemisch eigenständig.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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