Wasserhärte in Rutesheim

PLZ 71277 · Böblingen, Baden-Württemberg

11,3 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Renninger Wasserversorgungsgruppe

Website

Praktische Tipps bei 11,3 °dH

Spülmaschine

Bei 11,3 °dH in Rutesheim: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Rutesheim liegt mit 11,3 °dH 4,6 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Rutesheim
11,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Rutesheim liegt mit 11,3 °dH 3,4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Rutesheim
11,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Weissach 12,3 °dH mittel
Leonberg 11 °dH mittel
Renningen 17 °dH hart
Heimsheim 12,1 °dH mittel
Weil der Stadt 10 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Rutesheim

22,7 °dH — was steckt dahinter? Hinter Rutesheim liegt kein Kalkgebirge direkt vor der Haustür, sondern der harte Untergrund des Heckengäus und des Strohgäus mit Muschelkalk und Keuper als prägenden Schichten. Regenwasser sickert dort durch kalkreiche Böden, nimmt Calcium und Magnesium auf und gelangt über das Einzugsgebiet von Würm, Glems und den kleinen Seitentälern in das regionale Grundwasser. Genau dort liegt der Grund für den spürbar höheren Härtewert als in vielen Gegenden des Schwarzwalds oder am Bodensee. Die Höhenlage auf der Enz-Nagold-Platte und die randliche Lage zwischen Stuttgart und dem Heckengäu sorgen dafür, dass Rutesheim kein weiches Oberflächenwasser aus großen Flüssen bezieht, sondern auf Grundwasser mit deutlicher Mineralisierung setzt. Der Wert 22,7 °dH steht damit für ein Wasser, das geologisch aus kalkführenden Schichten gespeist wird und sich klar von den weicheren Versorgungen vieler nordbadischer und südbadischer Orte absetzt. Das Trinkwasser kommt im örtlichen Netz aus dem Zweckverband Wasserwerk Glemswald, der die Stadt über regionale Brunnen und Aufbereitungsanlagen im Stuttgarter Westen und im Glemswald versorgt. Die dort geförderten Rohwässer stammen aus Grundwasserleitern im Muschelkalk und in quartären Ablagerungen entlang der Täler. Über das Verbundsystem gelangt es nach Rutesheim und wird von der Stadtwerke Böblingen-Gruppe beziehungsweise den beteiligten regionalen Verbänden im Leitungsnetz verteilt. Eine Talsperre spielt hier keine Rolle. Entscheidend sind die Brunnen im wasserreichen Vorfeld der Glems und die Mischung aus mehreren Gewinnungsgebieten, die das Netz stabil halten. Rutesheim erhält damit kein lokales Quellwasser aus einem einzelnen Hang, sondern ein regional gebündeltes Trinkwasser aus dem westlichen Ballungsraum, das auf dem Weg durch kalkhaltige Schichten seinen mittleren bis höheren Härtecharakter behält. Im Vergleich zu Renningen, Leonberg oder Weil der Stadt liegt Rutesheim mitten in einem Gebiet, in dem das Wasser von Natur aus kräftiger mineralisiert ist als in vielen Orten am Rand des Schwarzwalds. Gegenüber Städten mit Neckar- oder Bodenseewasser fällt der Unterschied sofort auf. Auch innerhalb Baden-Württembergs gehört Rutesheim nicht zu den weichen Ausnahmen, sondern zu den Orten des Oberen Gäus, in denen Muschelkalk, Keuper und Lösslehmböden das Wasser prägen. Der Landkreis Böblingen zeigt hier seine typische Mischung aus Höhenrücken, Talmulden und kalkreichen Schichten. Das Ergebnis ist ein Versorgungsprofil, das regional sehr verankert ist und sich deutlich von den weicher versorgten Räumen im Süden und Südosten des Landes abhebt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Renninger Wasserversorgungsgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber