Wasserhärte in Sangerhausen

PLZ 06526 · Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

35 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke Sangerhausen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 35 °dH

Spülmaschine

Bei 35 °dH in Sangerhausen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Sangerhausen liegt mit 35 °dH 13,4 °dH über dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Sangerhausen
35
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Sangerhausen liegt mit 35 °dH 20,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sangerhausen
35
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wallhausen 27 °dH hart
Edersleben 27 °dH hart
Brücken-Hackpfüffel 27 °dH hart
Allstedt 22 °dH hart
Blankenheim 27 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sangerhausen

Die Stadtwerke Sangerhausen beziehen das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Tilleda und aus der Fernwasserversorgung über die Rappbode-Talsperre, ergänzt durch örtliche Grundwasserbrunnen im Helmetal und in den tieferen Schichten des Ziegelrodaer und südharzer Randgebietes. In der Praxis landet damit Wasser aus dem Vorland des Harzes und aus geförderten Grundwasserleitern im Netz, bevor es in die Ortsteile und die Kernstadt verteilt wird. Der Versorger ist die Stadtwerke Sangerhausen GmbH, die das Wasser im Landkreis Mansfeld-Südharz einspeist und über ihr Netz bis nach Oberröblingen, Wippra und die weiteren Anschlüsse im Stadtgebiet führt. Der hohe Härtewert von 35 °dH hängt direkt mit dem Untergrund zusammen. Sangerhausen liegt am Übergang vom Kupferschiefer- und Zechsteinraum des Mansfelder Landes zu den kalk- und gipshaltigen Schichten am Südrand des Harzes. In diesen Gesteinen lösen sich Calcium- und Magnesiumsalze leicht aus. Dazu kommen die verkarsteten Hänge und Schichten, durch die das Grundwasser auf seinem Weg Mineralien aufnimmt. Auch die Flüsse in der Umgebung, besonders Helme und Saale im weiteren Einzugsraum, prägen das Wasser nicht als Oberflächenwasser, sondern über die geologische Neubildung im Untergrund. Hartes Wasser ist hier also kein Zufall, sondern ein Ergebnis von Kalk, Dolomit, Gips und dem langen Kontakt mit dem Gestein. Sangerhausen hebt sich damit deutlich von vielen Nachbarorten ab. Im Harz selbst, etwa in höher gelegenen Orten Richtung Harzgerode oder Stolberg, speist häufig weicheres Quellwasser die Netze, weil dort andere Zuflüsse und kürzere Fließwege vorherrschen. In der Goldenen Aue und im Helmetal ist das Gegenteil zu spüren: mehr gelöste Mineralstoffe, mehr Härte, mehr Schwankung zwischen lokalen Brunnen und Fernwasser. Auch gegenüber Teilen von Sachsen-Anhalt mit Elbe- oder Talsperrenwasser wirkt Sangerhausen deutlich mineralischer. Im Vergleich zu Städten mit reiner Fernwasserversorgung aus weiträumigen, aufbereiteten Quellen bleibt hier der geologische Stempel des Landkreises Mansfeld-Südharz sichtbar. Das Netz der Stadtwerke spiegelt damit die Landschaft zwischen Kyffhäuser, Südharz und dem offenen Becken der Goldenen Aue wider. Wer den Charakter des Wassers verstehen will, muss nicht weit schauen: Er liegt im Boden unter den Feldern, in den Gips- und Kalkzügen am Harzrand und in der langen Wanderung des Grundwassers bis in die Leitungen der Stadt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Sangerhausen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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