Wasserhärte in Edersleben

PLZ 06528 · Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt

27 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserverband Südharz

Website

Praktische Tipps bei 27 °dH

Spülmaschine

Bei 27 °dH in Edersleben: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Edersleben liegt mit 27 °dH 5,4 °dH über dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Edersleben
27
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Edersleben liegt mit 27 °dH 12,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Edersleben
27
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Borxleben 24,9 °dH hart
Sangerhausen 35 °dH hart
Artern 26,5 °dH hart
Allstedt 22 °dH hart
Brücken-Hackpfüffel 27 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Edersleben

Unter Edersleben liegt der geologische Aufbau der Goldenen Aue und des nördlichen Harzvorlands. Der Untergrund wird von jungen Lockersedimenten geprägt: Auenlehme, Sand und kiesige Ablagerungen aus der Zeit der Eisvorstöße, dazu ältere Schichten aus Muschelkalk und mergeligen Gesteinen am Rand des Beckens. In der Umgebung haben Unstrut, Helme und ihre Nebenbäche über lange Zeit Material umgelagert und feine Kalk- und Tonanteile in die Niederung getragen. Genau daraus ergibt sich die Härte von 27 °dH. Das Grundwasser löst auf seinem Weg durch kalkreiche Schichten viel Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Wo Mergel und Kalkstein mit Sandlagen wechseln, steigt die Mineralisierung rasch an. Edersleben liegt damit auf einem deutlich härteren Wasserband als Orte, die stärker von Sandstein, Moor oder reinen Flussablagerungen geprägt sind. Das Trinkwasser kommt hier aus dem regionalen Netz des Wasserverbandes Südharz, der die Gemeinde über Tiefbrunnen und Verbundleitungen aus dem Grundwasser der Goldenen Aue und des Helme-Einzugsgebiets versorgt. Diese Brunnen erschließen wasserführende Schichten im Lockergestein, die durch den Kalk- und Mergeluntergrund einen hohen Härtegrad mitbringen. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt für Edersleben keine prägende Rolle; entscheidend ist das lokale Grundwasser, das nach der Förderung aufbereitet und in das Ortsnetz eingespeist wird. Der Versorger nutzt damit ein System, das stark an die geologischen Verhältnisse vor Ort gebunden ist. Je kalkreicher die Schichten unter den Förderbrunnen, desto höher fällt der Härtewert am Hahn aus. Im Vergleich zu Nachbarorten in der Goldenen Aue bleibt Edersleben auf der harten Seite. Orte mit ähnlicher Lage zwischen Sangerhausen, Wallhausen und dem Helmetal zeigen zwar ebenfalls oft kalkhaltiges Wasser, doch die Werte schwanken je nach Brunnenstandort und Mischwasseranteil. Gegenüber Teilen von Sachsen-Anhalt mit weichen, sandigen oder moornahen Grundwasserleitern ist Edersleben deutlich mineralreicher. Das passt zur Landschaft zwischen Helme, Auewiesen und den flach anstehenden Kalk- und Mergelzügen des Mansfeld-Südharz-Gebiets. Wer hier Wasser bezieht, bekommt kein fern herangeführtes Talsperrenwasser, sondern ein Produkt des lokalen Untergrunds. Der harte Charakter des Wassers ist deshalb kein Zufall, sondern ein direkter Abdruck der Böden und Gesteine unter Edersleben.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Südharz

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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