Wasserhärte in Schirnding

PLZ 95706 · Wunsiedel i.Fichtelgebirge, Bayern

8,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe

Website

Praktische Tipps bei 8,8 °dH

Spülmaschine

Bei 8,8 °dH in Schirnding: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Schirnding liegt mit 8,8 °dH 8,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Schirnding
8,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Schirnding liegt mit 8,8 °dH 5,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schirnding
8,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hohenberg a.d.Eger, St 9,5 °dH mittel
Arzberg, St 8,7 °dH mittel
Thiersheim 9,6 °dH mittel
Konnersreuth 8,2 °dH weich
Thierstein 9,6 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Schirnding

Schirnding liegt auf dem harten Grund des Fichtelgebirges, wo kein junger Kalkstein den Untergrund prägt, sondern uralte kristalline Gesteine aus Granit und Gneis. Diese Felsarten verwittern nur langsam. Daraus entstehen sandige, saure Böden mit wenig natürlicher Mineralabgabe. Im Grenzraum zur tschechischen Seite sammeln Bäche wie der Röslau-Zufluss und kleine Quellrinnen ihr Wasser zunächst über kurze, steile Wege, bevor es in die Täler zieht. Genau deshalb liegt die Wasserhärte hier bei 8,8 °dH im mittleren Bereich: Das Wasser nimmt unterwegs etwas Calcium und Magnesium aus lockeren Deckschichten, bleibt aber deutlich weicher als in Gegenden mit Muschelkalk, Keuper oder lössreichen Niederungen. Auch die eiszeitlich geprägten Schotter- und Sandauflagen rund um den Landkreis Wunsiedel i.Fichtelgebirge sorgen eher für einen mäßigen Mineralgehalt als für harte Ausprägungen. Das Trinkwasser für Schirnding stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Hohenberger Gruppe, der die Ortsversorgung über eigene Brunnen und Quellen im Fichtelgebirge betreibt und das Wasser in die angeschlossenen Orte verteilt. Diese Gewinnung aus dem lokalen Mittelgebirge ist typisch für den Nordosten Bayerns: kein Fernwasser aus großen Talsperren, sondern regional gefasste Grund- und Quellvorkommen, die vor Ort aufbereitet und eingespeist werden. Der mittlere Härtewert passt dazu, weil das Wasser nicht lange durch kalkreiche Schichten fließt, sondern aus kristallinen, wenig karbonatreichen Gesteinen kommt. Der mineralische Weg ist kurz, die Härte bleibt im Mittel. Schirnding unterscheidet sich damit deutlich von vielen Orten im bayerischen Voralpenland oder in Franken mit deutlich härterem Wasser aus Kalk- und Dolomitgebieten. Auch im direkten Umfeld des Landkreises Wunsiedel zeigt sich das Fichtelgebirge als eigene Wasserlandschaft: Fichtelberg, Wunsiedel oder Marktredwitz liegen ebenfalls im Einflussbereich kristalliner Böden und liefern meist kein besonders hartes Wasser wie die Kalklandschaften weiter südlich oder westlich. Schirnding steht zudem an der Grenze zu Tschechien, wo die Gesteinsräume ebenfalls wechseln, doch der örtliche Versorgungsraum bleibt klar vom Fichtelgebirge geprägt. Das Ergebnis ist ein Wasser, das aus regionalen Brunnen und Quellen kommt, mineralisch ausgewogen wirkt und sich deutlich von den kalkreicheren Regionen Bayerns absetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Hohenberggruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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