Wasserhärte in Sommerloch

PLZ 55595 · Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz

18,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle

Website

Praktische Tipps bei 18,3 °dH

Spülmaschine

Bei 18,3 °dH in Sommerloch: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Sommerloch liegt mit 18,3 °dH 5 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Sommerloch
18,3
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Sommerloch liegt mit 18,3 °dH 3,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sommerloch
18,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wallhausen 16,6 °dH hart
Sankt Katharinen 16,6 °dH hart
Mandel 17,5 °dH hart
Braunweiler 18,3 °dH hart
Gutenberg 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sommerloch

18,3 °dH — was steckt dahinter? Sommerloch liegt am Nordrand des rheinhessisch-nahen Hügellands, mitten im Einflussgebiet von Buntsandstein, Mergel und tonigen Schichten, die im Landkreis Bad Kreuznach vielerorts das Grundwasser mit Calcium und Magnesium anreichern. Aus den höher gelegenen, nur langsam durchlässigen Gesteinen sickert Regenwasser über lange Wege in tiefere Horizonte. Dabei löst es Mineralien aus dem Untergrund und erreicht die Brunnen mit einer deutlich höheren Härte als in den Tälern des Nahetals oder in Orten, die stärker von weichem Schiefer- oder Quellwasser geprägt sind. Auch die Nähe zur Nahe und zu ihren Nebentälern spielt hinein: Sie formt die Grundwasserleiter, aber sie verdünnt die Härte nicht im gleichen Maß wie in Gegenden mit stärkerem Fluss- oder Talsperrenanteil. Das Trinkwasser kommt hier nicht aus einer fernen Talsperre, sondern aus lokalen Gewinnungsanlagen des Zweckverbands Wasserversorgung Trollmühle. Versorgt wird Sommerloch über das Netz des Zweckverbands, der seine Wassergewinnung im Raum Bad Kreuznach aus Brunnen und Quellen zwischen Nahetal, Soonwaldrand und den umliegenden Höhenzügen betreibt. Entscheidend sind dabei tiefere Grundwasserfassungen in den geologisch alten Schichten des Hunsrück- und Nahegebiets, die wegen des langen Kontakts mit Gestein hartes Wasser liefern. Die Aufbereitung bleibt gering, weil das Wasser bereits in hoher Qualität gefördert wird; die Härte stammt also nicht aus einer technischen Behandlung, sondern aus dem natürlichen Weg durch den Untergrund. Sommerloch unterscheidet sich damit deutlich von vielen Nachbarorten im Kreis. In tiefer gelegenen Gemeinden entlang der Nahe ist das Wasser oft etwas weicher, weil dort Flussnähe, andere Schichtfolgen und Mischungen mit regional unterschiedlichen Fördergebieten eine Rolle spielen. Auf den Höhen und in den Dörfern mit stärkerem Kontakt zu kalk- und mergelreichen Gesteinen steigt die Härte dagegen an, und Sommerloch liegt genau in diesem Spektrum auf der harten Seite. Im Vergleich zum Rest von Rheinland-Pfalz fällt der Ort damit in eine Gruppe von Gemeinden, deren Trinkwasser klar von der Geologie des Untergrunds geprägt ist: nicht von einem großen Fernwasserwerk, sondern von den Schichten unter den eigenen Feldern und Wegen. Wer hier den Hahn aufdreht, bekommt ein Wasser, das den geologischen Unterbau des Bad Kreuznacher Landes unmittelbar widerspiegelt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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