Wasserhärte in Unna

PLZ 59423 · Unna, Nordrhein-Westfalen

9,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 9,7 °dH

Spülmaschine

Bei 9,7 °dH in Unna: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Unna liegt mit 9,7 °dH 4,7 °dH unter dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Unna
9,7
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Unna liegt mit 9,7 °dH 5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Unna
9,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Holzwickede 9,7 °dH mittel
Kamen 9,3 °dH mittel
Bönen 8,4 °dH mittel
Fröndenberg/Ruhr 10,2 °dH mittel
Bergkamen 8,3 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Unna

Unna liegt mit 9,7 °dH spürbar über dem weichen Wasser vieler Ruhr-Städte, aber noch klar unter den härteren Werten aus Kalkgebieten wie dem Sauerlandrand. Der Grund liegt im Untergrund zwischen Hellweg und Haarstrang: Sandsteine, Mergel und tonige Schichten prägen hier das Trinkwasser stärker als reine Kalkformationen. Nördlich und östlich beeinflusst das Einzugsgebiet der Lippe mit seinen quartären Sedimenten die Rohwasserbildung, während südlich Richtung Möhnesee und Sauerland deutlich härtere, kalkreichere Verhältnisse auftreten. Unna bekommt damit ein Mischwasser aus Schichten, die weder so weich wie in manchen Ruhrtalorten noch so mineralreich wie in den Kalklandschaften des östlichen Westfalens sind. Gegenüber Nachbarorten wie Kamen, Bönen oder Fröndenberg wirkt das Wasser deshalb mittig und ausbalanciert; im Vergleich zum NRW-Durchschnitt liegt Unna eher im Bereich der mittleren Härte, nicht am weichen Rand der Ruhrmetropole und nicht am harten Rand der Mittelgebirge. Die Versorgung läuft über die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen, die als GSW den Trinkwasserbezug und die Verteilung in Unna organisieren. Das Wasser stammt nicht aus einer einzigen Quelle, sondern aus einem regionalen Verbund mit Grundwasserfassungen und aufbereitetem Rohwasser aus dem östlichen Ruhrgebiet und dem angrenzenden Münsterland. Entscheidend sind die Brunnen in den alluvialen und sandigen Bereichen, in denen Niederschlagswasser langsam durchsickert und dabei Mineralien aus den Gesteinsschichten aufnimmt. Ergänzend speisen Fernwassersysteme die Region, damit die Versorgung auch bei schwankenden Grundwasserständen stabil bleibt. Unna sitzt damit an einer Schnittstelle: westfälischer Untergrund, regionale Verbundleitungen und eine Versorgung, die mehrere Gewinnungsräume zusammenführt. Im direkten Vergleich zu Dortmund, Holzwickede und Schwerte fällt Unna als Übergangsraum auf. Westlich ist das Wasser oft etwas weicher, weil der Einfluss des Ruhrtalgebiets stärker durchschlägt. Östlich und südlich nimmt die Härte rasch zu, sobald kalkreichere Böden und ältere Gesteine dominieren. Unna steht genau zwischen diesen Polen. Die Lage am Hellweg, nahe den lehmigen und sandigen Ablagerungen der Lippe-Niederung und den höher gelegenen Zügen des Haarstrangs, prägt den Wert von 9,7 °dH. Das Ergebnis ist kein Zufallswert, sondern ein Spiegel der Landschaft: weder reines Flusswasser noch typisches Mittelgebirgswasser, sondern ein regional gemischtes Trinkwasser mit westfälischem Charakter.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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