Wasserhärte in Waigolshausen

PLZ 97534 · Schweinfurt, Bayern

23,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserwerk Waigolshausen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 23,2 °dH

Spülmaschine

Bei 23,2 °dH in Waigolshausen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Waigolshausen liegt mit 23,2 °dH 5,9 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Waigolshausen
23,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Waigolshausen liegt mit 23,2 °dH 8,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Waigolshausen
23,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Werneck 27,1 °dH hart
Schwanfeld 26,8 °dH hart
Bergrheinfeld 22,5 °dH hart
Wipfeld 25,8 °dH hart
Röthlein 21,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Waigolshausen

Der Landkreis Schweinfurt liegt am Rand des fränkischen Stufenlands, dort, wo der Untergrund aus Muschelkalk und Keuper den Wasserhaushalt prägt. Diese Schichten sind reich an Kalk und geben dem Grundwasser auf seinem Weg durch die Böden viel Calcium und Magnesium mit. Zwischen Main, Wern und den sanften Höhen des Schweinfurter Gaulands sickert Niederschlag durch lösshaltige Deckschichten nach unten, löst unterwegs Mineralien aus dem Gestein und sammelt sich in tieferen Grundwasserleitern. Genau deshalb fällt das Trinkwasser in Waigolshausen mit 23,2 °dH deutlich hart aus. Die Lage nördlich des Mains, auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Werntal und Schweinfurter Becken, begünstigt solche kalkreichen Grundwässer stärker als Gegenden mit Sandstein oder Granit in anderen Teilen Bayerns. Waigolshausen bezieht sein Wasser aus dem Netz der Fernwasserversorgung Franken, die den Ort mit aufbereitetem Grundwasser aus eigenen Gewinnungsgebieten im fränkischen Raum speist. Entscheidende Quellen liegen in den wasserreichen Vorratsgebieten des Steigerwaldvorlands und des nördlichen Unterfrankens, wo tiefe Brunnen in kalkführende Schichten reichen. Von dort gelangt das Wasser über Verbundleitungen in die Gemeinden des Landkreises Schweinfurt. Der Versorger ist die Wasserwerk Waigolshausen GmbH, die das Ortsnetz betreibt und die Einspeisung aus diesem regionalen Verbund übernimmt. Talsperren spielen hier keine Rolle; Waigolshausen lebt von Grundwasser aus fränkischem Untergrund, nicht von Oberflächenwasser aus großen Speicherbecken. Im Vergleich zu Orten mit weicherem Wasser im Spessart oder in Teilen Oberfrankens steht Waigolshausen klar auf der harten Seite. Auch Nachbarorte im Werntal und im Schweinfurter Umland bewegen sich oft in ähnlichen Bereichen, weil sie auf denselben Kalk- und Mergelschichten sitzen. Der Unterschied zu vielen bayerischen Regionen mit deutlich niedrigerer Härte ist im Alltag sofort messbar, geologisch aber schlicht folgerichtig: Der Untergrund gibt hier mehr Mineralien frei, der Main und seine Nebenflüsse haben die Talräume über lange Zeit geformt, und die Grundwasserleiter liegen in einem Gesteinsraum, der Hartwasser begünstigt. Waigolshausen zeigt damit sehr typisch, wie stark im nördlichen Unterfranken der Stein unter den Feldern den Charakter des Trinkwassers bestimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerk Waigolshausen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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