Wasserhärte in Wakendorf I

PLZ 23845 · Segeberg, Schleswig-Holstein

13,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Sülfeld

Website

Praktische Tipps bei 13,6 °dH

Spülmaschine

Bei 13,6 °dH in Wakendorf I: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Wakendorf I liegt mit 13,6 °dH genau im Durchschnitt (13,9 °dH).

Wakendorf I
13,6
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Wakendorf I liegt mit 13,6 °dH 1,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wakendorf I
13,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bahrenhof 13,3 °dH mittel
Dreggers 13,6 °dH mittel
Bühnsdorf 13,9 °dH mittel
Neuengörs 13,9 °dH mittel
Bebensee 13,1 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Wakendorf I

Unter Wakendorf I liegt das norddeutsche Grundwasserarchiv aus Eiszeiten: Geschiebelehm und Geschiebemergel der letzten Vereisung, dazu Sand- und Kieslagen aus Schmelzwasserströmen. Diese Ablagerungen wurden vor allem vom skandinavischen Inlandeis herangeschoben und später von Schmelzwasser umgelagert. Kalk steckt hier nicht als Felsbank im Untergrund, sondern vor allem fein verteilt im Mergel und in kalkhaltigen Geschieben. Genau darin liegt der Grund für den Härtewert von 13,6 °dH. Das Wasser löst auf seinem Weg durch die glazialen Sande und die kalkführenden Moränen Mineralien aus dem Untergrund, bleibt aber deutlich unter den sehr harten Werten, die in manchen tieferen Grundwasserleitern der Region vorkommen. Der Untergrund von Wakendorf I liegt damit zwischen den weicheren, oft sandigen Bereichen Richtung Geest und den kräftiger mineralisierten Schichten, die in Segebergs Moränenlandschaft häufiger auftreten. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem entfernten Stausee, sondern aus regionalen Grundwasserbrunnen des örtlichen Netzbetreibers. Zuständig ist der Wasserbeschaffungsverband Sülfeld, der die Versorgung über seine Gewinnungsanlagen in der Segeberger Endmoränen- und Sanderlandschaft organisiert. Dort wird Wasser aus tieferen Grundwasserleitern gefördert, aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist. Die Nähe zu den eiszeitlichen Sanden und Kiesen sorgt für gute Versickerung und reichlich Neubildung, die Mergel- und Lehmlagen bremsen den Durchfluss und halten das Wasser im Untergrund länger fest. So prägen die Böden nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Chemie des Trinkwassers. Kleine Bäche und Niederungen der Umgebung spielen eher indirekt eine Rolle, weil sie die Landschaft entwässern und den Austausch zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser steuern. Wakendorf I liegt damit mitten im Segeberger Übergangsraum zwischen den eher weichen Wasserwerten vieler sandiger Marsch- und Geestorte und den härteren Werten, die in Orten mit stärker kalk- und mergelgeprägtem Untergrund vorkommen. Gegenüber reinen Küsten- und Moorlagen Schleswig-Holsteins ist das Wasser hier merklich mineralischer, aber nicht extrem hart. Gegenüber manchen Nachbarorten im Kreis, die aus ähnlichen Grundwasserhorizonten versorgt werden, fällt vor allem die Mischung aus Sand, Geschiebemergel und kalkhaltigen Eiszeitablagerungen auf. Sie macht Wakendorf I zu einem Ort, an dem der Untergrund der Eiszeit bis heute direkt im Glas landet.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Sülfeld

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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