Wasserhärte in Walschleben

PLZ 99189 · Sömmerda, Thüringen

24,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Trinkwasserzweckverband Thüringer Becken

Website

Praktische Tipps bei 24,1 °dH

Spülmaschine

Bei 24,1 °dH in Walschleben: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Walschleben liegt mit 24,1 °dH 3,2 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Walschleben
24,1
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Walschleben liegt mit 24,1 °dH 9,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Walschleben
24,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Elxleben 24,8 °dH hart
Andisleben 41 °dH hart
Witterda 24,1 °dH hart
Riethnordhausen 24,8 °dH hart
Ringleben 24,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Walschleben

Walschleben erhält sein Trinkwasser über den Trinkwasserzweckverband Thüringer Becken und die Thüringer Fernwasserversorgung, die das Wasser aus dem Gewinnungsgebiet Ohra-Talsperre bei Luisenthal im Thüringer Wald bezieht und über das Fernwassernetz in das nördliche Thüringer Becken leitet. Der Ort selbst liegt nicht an einem großen Quellgebiet, sondern auf den löss- und kalkreichen Ablagerungen der Erfurter Mulde. Unter dem fruchtbaren Ackerland stehen im Untergrund Gesteine des Muschelkalks und der Keuper-Schichten an, dazu kommen Grundwasserleiter mit gelösten Calcium- und Magnesiumsalzen. Genau diese geologische Mischung prägt den Wert von 24,1 °dH. Das Wasser kommt also nicht als weiches Mittelgebirgswasser aus den höheren Lagen, sondern als kalkreiches Fernwasser, das auf dem Weg nach Walschleben seinen Charakter aus dem Thüringer Untergrund behält. Der Unterschied zu vielen Orten im Thüringer Wald ist deutlich. Dort liefern Quellen und Stauseen oft deutlich weichere Wässer, weil das Wasser in kristallinen Gesteinen und schiefergeprägten Einzugsgebieten weniger Kalk löst. Walschleben liegt dagegen am Rand des Thüringer Beckens, nahe Elxleben, Walschleben, Riethnordhausen und Erfurt, in einer Landschaft, die seit Jahrhunderten von Sedimentgesteinen geprägt ist. Auch der Gera-Raum mit seinen Nebentälern bringt keine Entspannung bei der Härte, weil die Flüsse durch kalkhaltige Schichten und Auenmaterial fließen. So entsteht ein Trinkwasser, das sich klar vom weicheren Wasser vieler Oberland- und Waldorte unterscheidet und im Landkreis Sömmerda zu den härteren zählt. Gerade diese Lage zwischen Beckenrand, Lössflächen und muschelkalkdominiertem Untergrund macht Walschleben besonders. Während Nachbarorte im Thüringer Wald oder im Harzvorland teils mit deutlich niedrigeren Härtegraden arbeiten, bleibt hier der mineralische Fingerabdruck des mitteldeutschen Beckens sichtbar. Der Versorger mischt und verteilt Fernwasser aus dem Ohra-System in ein Netz, das auch die Orte des nördlichen Landkreises Sömmerda versorgt. Der Härtewert von 24,1 °dH ist deshalb kein Zufall, sondern das Ergebnis von Herkunft, Leitungsweg und Geologie. Walschleben bezieht sein Wasser aus einem Versorgungssystem, das auf Thüringer Waldwasser setzt, doch am Zielort zeigt sich die kalkreiche Signatur des Beckens in voller Stärke.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trinkwasserzweckverband Thüringer Becken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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