Wasserhärte in Wattendorf

PLZ 96196 · Bamberg, Bayern

18,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rothmannsthaler Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 18,9 °dH

Spülmaschine

Bei 18,9 °dH in Wattendorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wattendorf liegt mit 18,9 °dH 1,6 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wattendorf
18,9
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wattendorf liegt mit 18,9 °dH 4,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wattendorf
18,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Stadelhofen 19,5 °dH hart
Scheßlitz, St 15,7 °dH hart
Weismain, St 16,8 °dH hart
Königsfeld 18,6 °dH hart
Bad Staffelstein, St 23,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wattendorf

18,9 °dH — was steckt dahinter? Die Erklärung liegt in der Fränkischen Alb rund um Wattendorf. Das Wasser nimmt seinen Weg durch Kalk- und Dolomitgestein des Jura, durch verkarstete Hänge, Spalten und Klüfte. Dort löst es Calcium- und Magnesiumverbindungen aus dem Gestein, und genau diese Mineralien prägen den harten Charakter des Trinkwassers. Im Landkreis Bamberg ist das typisch für Orte auf der Hochfläche zwischen den Tälern von Lauter, Main und den kleineren Bächen der Albtraufzone. Anders als in den sandigen oder granitnahen Gebieten Nord- und Ostbayerns fehlt hier die weiche, mineralarme Prägung. Wattendorf sitzt mitten in einer Landschaft, in der der Untergrund das Wasser deutlich stärker anreichert als in vielen anderen Teilen Bayerns. Das Trinkwasser kommt aus dem örtlichen Verbund der Gemeinde Wattendorf, gespeist aus Tiefbrunnen und Quellfassungen im Umfeld der Hochfläche; die Versorgung läuft über den zuständigen Zweckverband im Landkreis Bamberg. Der Weg des Wassers ist kurz und regional. Es wird im Einzugsgebiet der Jura-Hänge gewonnen, nicht aus einer großen Fernleitung und nicht aus einer Talsperre. Das passt zur Geologie vor Ort: Karstwasser sammelt sich in den Klüften des Kalksteins und tritt an geeigneten Stellen wieder aus oder wird über Brunnen erschlossen. Genau diese Herkunft macht den Unterschied. Nachbarorte mit stärkerem Anteil an Tal- oder Mischwasser liegen oft etwas niedriger in der Härte, während Wattendorf klar auf der harten Seite bleibt. Im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt, der vielerorts im mittleren Bereich liegt, fällt der Ort deutlich mineralreicher aus. Auch innerhalb des Landkreises Bamberg ist das Bild markant. Wo der Untergrund von Sandstein, Ton oder stärker gemischten Sedimenten geprägt ist, bleibt das Wasser meist weicher. Auf der Albhochfläche bei Wattendorf dagegen dominiert der Kalk. Das macht den Ort wassergeologisch nah verwandt mit anderen Jura-Gemeinden, aber deutlich anders als die Mainorte im Süden des Landkreises oder die tieferen Lagen Richtung Regnitz. Der Härtewert ist hier kein Zufall, sondern ein direkter Abdruck des Bodens unter den Häusern und Feldern. Wer das Wasser aus Wattendorf kennt, schmeckt damit ein Stück Fränkische Alb im Glas.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rothmannsthaler Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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